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Stadtgespräch

„Eine wirkliche Flaute gab es nie“

04.03.2016 | 09:57 Uhr
„Eine wirkliche Flaute gab es nie“
Wolfgang BrüggemannFoto: Peter Beil

Schmallenberg.   Der Vorsitzende der Schmallenberger Stadtkapelle lobt den guten Zusammenhalt unter den Musikern.

Gerade erst ist Wolfgang Brüggemann erneut zum Vorsitzenden der Schmallenberger Stadtkapelle gewählt worden. Im Stadtgespräch erzählt der 55-Jährige, was ihn motiviert und wie es dazu kam, dass die Stadtkapelle im Fernsehgarten zu hören war.

Seit sechs Jahren sind Sie Vorsitzender der Stadtkapelle – aber wie lange sind Sie schon Mitglied?

Wolfgang Brüggemann: Seit 1969. Die Stadtkapelle ist 1959 gegründet worden und die Knabenkapelle, also der Vorgänger des heutigen Jugendblasorchesters, 1969. Damals war ich zehn Jahre alt und eins der ersten Mitglieder. Mittlerweile bin ich 30 Jahre im Vorstand.

Wer oder was hat Ihr musikalisches Interesse geweckt?

Unsere gesamte Familie ist musikalisch. Mein Onkel Alfons Brüggemann – er war damals schon Mitglied in der Stadtkapelle – hat mich dann auch zum Musizieren gebracht. Bis 2010 war er der Vorsitzende der Stadtkapelle, danach habe ich das Amt übernommen.

Welches Instrument spielen Sie?

Horn! Schon von Beginn an. Das Instrument hat mir sofort gefallen und der damalige Dirigent Franz Hoffe hielt das auch für passend.

Genau wie Sie sind viele Musiker schon jahre- oder sogar jahrzehntelang treu – woran liegt das?

Es gibt einen wirklich guten Zusammenhalt unter den Musikern. Dazu tragen vor allem gemeinsame Erlebnisse bei Konzerten und Fahrten bei. Wir haben zum Beispiel auch schon in Wimereux, Edinburgh gespielt und sogar im ZDF-Fernsehgarten wurde schon eine Aufnahme von uns gesendet. Das ist allerdings schon viele Jahre her. Der Kontakt ist damals über unsere CD-Aufnahme entstanden. Der gute Zusammenhalt und die Lust am Musizieren liegt aber auch an der Motivation unserer musikalischen Leiter Franz und Michael Hoffe.

Das sind seltenere Ereignisse, deutlich öfter spielen Sie bei eigenen Konzerten und auf Schützenfesten – und als Vorsitzender müssen Sie einen großen Teil Ihrer Freizeit für Organisatorisches opfern. Gibt es da Momente, in denen Sie daran denken, das Instrument endgültig in die Ecke zu stellen?

Nein. Als Musiker gehört man zwar immer zu den ersten und letzten, die die Halle betreten und verlassen. Aber eine wirkliche Flaute gab es nie, es hat immer Spaß gemacht.

Welche Rolle spielt die Stadtkapelle aus Ihrer Sicht für die Schmallenberger?

Eine ganz große – nicht nur, weil viele als Mitglieder oder Angehörige von Mitgliedern mit der Stadtkapelle verbunden sind, sondern auch weil wir wirklich beliebt sind. Ich denke das kann ich so sagen. Außerdem unterstützen wir die kulturellen Veranstaltungen der Stadt Schmallenberg.

Das Jugendblasorchester hat momentan 75 Mitglieder und immer wieder rücken junge Musiker in die Stadtkapelle auf. Nachwuchssorgen kennen Sie also nicht?

Momentan zum Glück nicht! Das liegt auch daran, dass wir vor zwei Jahren die Satzung geändert haben und seitdem auch Mädchen und Frauen aufnehmen. Aktuell spielen 20 Mädchen im Jugendblasorchester und vier Frauen in der Stadtkapelle.

Ist das Miteinander seitdem ein anderes?

Eigentlich hat sich nichts verändert. Jeder Musiker, der neu zu uns kommt, ist ganz schnell Teil der Gemeinschaft – egal ob Mann oder Frau.

Was sind die Höhepunkte im Veranstaltungskalender für 2016?

Dazu gehört natürlich die Schmallenberger Woche vom 24. bis 28. August. Wir dürfen sie mittwochs mit einem Konzert eröffnen und werden samstags und sonntags einen eigenen Stand auf Kewes Hof an der Weststraße haben. Und ein Weihnachtskonzert wird es auf jeden Fall auch wieder geben und viele andere Konzerte und Auftritte bei Schützenfesten.

Katrin Clemens

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