Eine wichtige Botschaft der Toleranz

D iese Kolumne beginnt mit einem Klassiker, der in vielen amerikanischen High Schools gelesen wird. In Harper Lees Roman „To Kill a Mockingbird“ (deutsch: Wer die Nachtigall stört) von 1960 wächst das junge weiße Mädchen Scout Finch in einer Kleinstadt in Alabama auf, die gezeichnet ist von Vorurteilen gegen Schwarze. Gemeinsam mit ihrem Bruder Jem und dem Nachbarsjungen Dill verbringt Scout die Sommer damit, allerlei Unfug zu treiben und sich vor dem unheimlichen Nachbarn Boo Radley zu fürchten. Scouts Vater Atticus ist Anwalt und verteidigt einen Schwarzen, der wegen der Vergewaltigung einer Weißen angeklagt ist. Im Laufe des Romans lernt Scout viel über Ungerechtigkeit, aber auch über Toleranz gegenüber Menschen, die anders sind.

Angesichts der Pegida-Bewegung und unserer immer vielfältigeren Gesellschaft in Europa, ist diese Botschaft der Toleranz auch heute noch extrem wichtig. Da der Roman im Deep South der 1930er spielt, kann die Sprache in Teilen etwas knifflig sein. Aber sich darauf einzulassen ist lohnenswert – und hilfreich, wenn man die erste Staffel der von Kritikern gelobten Serie „True Detective“ im Original genießen möchte.