Eine mögliche Kandidatin

Monika Brunert-Jetter, hier auf einem Archivfoto.
Monika Brunert-Jetter, hier auf einem Archivfoto.
Foto: WP
Mit der ehemaligen Landtagsabgeordneten Monika Brunert-Jetter gibt es bei der CDU eine erste mögliche Kandidatin, die für das Bürgermeisteramt in Meschede antreten könnte.

Meschede..  Die Suche der CDU nach einem Bürgermeister-Kandidaten stockt. Nach Informationen unserer Zeitung hat die eigens eingesetzte Findungskommission bereits mehrere Körbe bekommen. Eine erfahrene Politikerin stünde allerdings bereit - wenn die Partei sie ruft: Monika Brunert-Jetter aus Wennemen, zuletzt Landtagsabgeordnete der Union.

Sie sagt selber, dass sie auch schon öffentlich darauf angesprochen werde, ob sie nicht kandidiere – selbst beim Friseur sei sie zuletzt danach gefragt worden: „Ich freue mich, dass mir so viele Leute das Amt zutrauen.“ Eine Entscheidung ist damit aber noch nicht gefallen. Die 59-Jährige will abwarten, zu welchem Ergebnis die interne Unions-Kommission gelangt: „Wenn dann jemand auf mich zukommt und mich fragt, dann überlege ich gemeinsam mit meiner Familie, wie es weitergeht.“

Jedes CDU-Mitglied kann der Findungskommission Vorschläge machen, wer als Bürgermeisterkandidat in Frage kommen könnte. Nach Informationen unserer Zeitung ist Brunert-Jetter der Kommission auch offiziell vorgeschlagen worden. Und damit ist sie bislang die einzige mögliche Kandidatin.

Monika Brunert-Jetter ist seit 44 Jahren in der Partei und hat sie von der Pike auf kennengelernt: Ab 1974 als Vorsitzende der Jungen Union, damals der ehemaligen Gemeinde Calle, später in Ämtern des CDU-Stadtverbandes, des Kreisverbandes, des Bezirksverbandes sowie im Landesvorstand. 17 Jahre lang, von 1995 bis 2012, war Brunert-Jetter Abgeordnete im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf. Für eine mögliche Mescheder Bürgermeister-Kandidatur besonders wichtig: Von 1989 bis zum Jahr 2004 gehörte sie auch dem Stadtrat an – sie kennt das Rathaus, die Themen und die handelnden Personen.

Zurzeit ist Brunert-Jetter im politischen „Vorruhestand“. Statt der Politik widmet sie sich inzwischen einem anderen Bereich: 2013 gründete sie mit anderen Mescheder Prominenten die „Bürgerstiftung“, die das bürgerschaftliche Engagement und neue Projekte im Stadtgebiet vorantreiben will. Sie ist ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Stiftung.

Lieber Karriere in der Wirtschaft

Andere mögliche Kandidaten, die auch öffentlich gehandelt worden waren, haben abgewunken. Darunter ist Wolfgang Weiß, der frühere City-Manager von Meschede. Zu ihm hält die CDU bis heute Kontakt, auch andere Parteien werben um ihn. Er wäre für viele ein Wunschkandidat - doch aus privaten Gründen hält es Weiß in Aalen in Baden-Württemberg. Offiziell gibt er keinen Kommentar ab. Andere potenzielle Kandidaten ziehen die berufliche Karriere in der Wirtschaft vor. Knapp ein Dutzend Absagen potenzieller Kandidaten hat die Findungskommission schon bekommen. Die ein oder andere Anfrage soll noch gestellt werde.

„Keine Stellungnahme“

Dazu ist keine Stellungnahme zu bekommen. „Wir haben uns darauf verständig, keine Kommentare abzugeben“, sagte CDU-Fraktionschef Marcel Spork. Er gehört der Findungskommission ebenso an wie Stadtverbandsvorsitzender Andreas Wrede, Werner Wolff, Martin Eickelmann und Josef Sommer. Ziel der Findungskommission ist es, einen Vorschlag für den Bürgermeister-Kandidaten zu machen. Die Person soll sich anschließend in den Ortsverbänden bekannt machen, ehe ein Stadtparteitag die offizielle Nominierung vornimmt.