„Eine gewisse Frustrationstoleranz“

Wo wurde deine Begeisterung für die Naturwissenschaft geweckt?

Mein Interesse habe ich meinen Eltern zu verdanken, die schon einen Computer zu Hause hatten, als diese noch nicht so verbreitet waren. Neben der anfänglichen Begeisterung für Computerspiele habe ich dabei auch schnell das Programmieren entdeckt.

Wie hast du dich durch die Schule aufs Studium vorbereitet gefühlt?

Da wurde ich eigentlich sehr gut vorbereitet. Es gab viele engagierte Lehrer, vor allem in den Naturwissenschaften, aber auch darüber hinaus. Trotzdem ist der Umstieg zur Uni gewöhnungsbedürftig, das Lehr-Tempo ist viel höher und man braucht gerade am Anfang eine gewisse Frustrationstoleranz, um sich nicht abschrecken zu lassen.

Wie können Schüler mehr für Naturwissenschaften begeistert werden?

Was die Mathematik angeht, könnte man die vielen spannenden Anwendungen mehr in den Vordergrund stellen. Gerade in Verbindung mit dem Computer tun sich da tolle Möglichkeiten auf. An der TU Berlin gibt es einen Kurs, in dem Studenten Software für einen (vom Professor gespielten) Firmenchef entwickeln -- das kann ein Transportunternehmer sein, der seine Logistik optimieren will, oder der NASA-Chef, der seine Roboter koordinieren muss. Etwas Ähnliches könnte man auch im Unterricht machen. Aber ich bin sicher, dass sich seit meiner Schulzeit ohnehin viel verändert hat ...