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Einbrecher knacken Schließfächer in Fredeburg und Bödefeld

08.03.2016 | 09:58 Uhr
Einbrecher knacken Schließfächer in Fredeburg und Bödefeld
An dieser Sparkassen-Filiale in Bödefeld hebeln die Täter ein Fenster auf und gelangen so in den Raum mit den Kunden-Schließfächern. Ähnlich gehen sie in Bad Fredeburg vor.Foto: Felix Schröder

Bad Fredeburg/Bödefeld.   Unbekannte Täter knacken Schließfächer von Kunden in zwei Filialen der Sparkasse in Bad Fredeburg und Bödefeld.

Ein Schock für viele Kunden und Mitarbeiter der Schmallenberger Stadtsparkasse: Am Wochenende sind bislang unbekannte Täter in die Filialen in Bad Fredeburg und Bödefeld eingedrungen und haben Kundenschließfächer aufgebrochen. „Es handelt sich dabei um Sparbuchfächer“, sagt Wolfgang Wüllner, Sprecher der Stadtsparkasse.

Zwei ähnliche Fälle

Zwischen Freitag, 4. März, 18 Uhr, und Sonntag, 6. März, 9.40 Uhr, hebelten die Täter laut Polizei ein Fenster der Bankfiliale an der Hunaustraße in Bödefeld auf. Innen brachen Sie dann die Schließfächer auf und nahmen die Inhalte mit – was genau gestohlen wurde, ist laut Polizei noch nicht bekannt. Am Montagmorgen fiel ein ähnlicher Schaden in der Bad Fredeburger Sparkassen-Filiale Im Ohle auf, auch dort wurden die Sparbuchfächer leergeräumt.

Sie sind laut Polizei ein beliebtes Ziel von Einbrechern. „Die Fächer sind nicht besonders gesichert, weil Täter mit einem namengebundenen Sparbuch nicht viel anfangen können“, sagt Polizei-Pressesprecher Ludger Rath. Zudem haben die Mitarbeiter der Sparkasse die betroffenen Bücher sofort nach Bekanntwerden der Tat gesperrt.

Kriminalpolizei ermittelt

Doch die Täter hatten es vermutlich ohnehin auf etwas ganz anderes abgesehen. „Man muss es deutschlandweit schon als Masche sehen – die Täter setzen darauf, dass die Kunden dort Wertgegenstände lagern, die eigentlich nicht hineingehören“, so Rath. Sie hofften auf wertvollen Schmuck oder größere Summen Bargeld.

Mit dieser Methode hatten Täter vor rund zwei Jahren in Meschede viel Geld erbeuten können: Sie fanden in einem der Fächer 20 000 Euro – Geld, das ein Kunde mühsam für die Hochzeit seines Sohnes gespart hatte. Eine weitere Frau hatte 10 000 Euro in ihrem Fach gelagert.

„Wir haben damals alle Kunden mit einem solchen Fach noch einmal angeschrieben und ausführlich die Bedingungen erklärt“, sagt Wüllner. Dazu gehört, dass die Bank nicht für Wertgegenstände haftet, die entgegen der schriftlichen Vereinbarung mit den Kunden in den Fächern gelagert werden.

Wüllner ist abgesehen von der schriftlichen Information an die Kunden noch aus einem anderen Grund zuversichtlich, dass dieses Mal keine so großen Schäden entstanden sind: „Es ist nur eine geringe Anzahl von Kunden betroffen, nicht einmal die Hälfte der Fächer war belegt“, sagt er. Seit dem Vorfall in Meschede seien keine neuen Verträge abgeschlossen worden, das Einlagern der Sparbücher in der Bank sei deutlich weniger beliebt als noch vor einigen Jahren.

Wie groß der entstandene Schaden tatsächlich ist, wird die Kriminalpolizei noch ermitteln. Mitarbeiter der Stadtsparkasse setzen sich mit allen betroffenen Kunden in Verbindung.

Katrin Clemens

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