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Hundeschule

Ein starkes Team: Kind und Hund

03.09.2012 | 17:19 Uhr
Ein starkes Team: Kind und Hund
Kinder lieben Hunde. Aber was ist, wenn es Probleme im Miteinander von Kind und Hund gibt? In speziellen Kursen für Kinder und Jugendliche wird der richtige Umgang trainiert. Fotos: Daniela Köhler

Fleckenberg. Kinder und Hunde – das gehört zusammen. Zumindest für Freunde der Vierbeiner ist dies eine nicht wegzudenkende Konstellation. Aber was ist, wenn es Probleme im Miteinander von Kind und Hund gibt? Wenn der geliebte Hund einfach nicht hören will? Wenn ein Spaziergang zum puren Stress ausartet und man sich fragt, wer denn nun mit wem spazieren geht? Von Teamarbeit kann dann keine Rede sein.

Wenn Kind und Hund jenseits aller Lassie-Romantik so gar nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, kann ein Kurs in einer Hundeschule helfen. So wie er zum Beispiel im Bema-Hundecenter in Fleckenberg angeboten wird. Maria Vollenberg weiß, wie wichtig es ist, dass auch Kinder und Jugendliche ihren Hund verstehen – und natürlich umgekehrt. Im Kurs lernen die Kinder neben dem richtigen Umgang auch alle Grundlagen für ein wirklich teamreifes Miteinander.

Adelina und ihr elf Monate alter Yorkshire Terrier.

Stolz nimmt Marie Vollmers- Dünnebacke (12 Jahre) ihre Urkunde nach absolviertem Kurs entgegen. In einer Woche hat sie viel gelernt und kann nun ganz anders mit ihrem Bearded-Collie Chicco umgehen. „Er hat sonst nur auf mich gehört, wenn er Lust hatte“, erzählt die Zwölfjährige, für die nach einer Woche Training der tägliche Spaziergang wesentlich entspannter geworden ist.

Die neunjährige Hanna und ihre Mischlingshündin Pina haben ebenfalls viel gelernt. Hanna kann nach dem zwölfstündigen Kurs ihre Pina sogar schon ohne Leine über den Agility-Parcours führen.

Beim Agility, dem bekannten und beliebten Hundesport, liegt der Grundstein für die Ausbildung: Bewegung, Spiel und Spaß für das Team Mensch und Hund – basierend auf positiver Motivation.

„Nur ein Hund, der fröhlich, freudig und in sich gefestigt ist, der arbeitet auch gerne. Aber auch hier ist Konsequenz ganz wichtig“, erklärt Maria Vollenberg. Heißt im Klartext: Wer einmal „Sitz“ sagt, muss auch zweimal „Sitz“ sagen und wenn es sein muss, auch zehnmal – und das nicht nur auf dem Übungsplatz.

Die Kinder bekommen viele Tricks und Kniffe für zu Hause und für Regenwetter mit auf den Weg, denn nichts ist schlimmer, als ein Hund, dem permanent langweilig ist. Da ist Stress vorprogrammiert. Aber auch ganz praktische Dinge, wie die richtige Entsorgung der tierischen Hinterlassenschaften unterwegs oder der Umgang mit fremden Hunden und Rücksicht auf Spaziergänger, stehen auf dem Programm.

Die 15-jährige Carina Strackbein ist nach erfolgreich absolviertem Kurs hoch motiviert. Als nächstes Ziel hat sie sich eine ganz offizielle „Begleithund-Prüfung“ vorgenommen. „Mit Maja kann ich jetzt ohne Leine laufen und es macht Spaß, einen solchen Kurs mit Gleichaltrigen zu machen.“

Adelina (12 Jahre) hat den kleinsten Hund im Kurs. Einen elf Monate alten Yorkshire-Terrier. „Ich habe gelernt, auf meinen Hund einzugehen und sein Vertrauen zu gewinnen“, sagt die Zwölfjährige. Eine wertvolle Erkenntnis für einen gemeinsamen Weg, der Spaß macht.

Daniela Köhler

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