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KÄLTE

Eigentlich schadet die Kälte dem Körper nicht

07.02.2012 | 18:17 Uhr
Eigentlich schadet die Kälte dem Körper nicht

Meschede.Kalte Finger, trockene Haut, rote Wangen - der Körper reagiert auf die eisigen Temperaturen. Schaden tut Kälte dem Körper grundsätzlich nicht. Mit ein paar Tricks kommt man trotzdem leichter durch den Winter.

Atmung

 „Eiskalte Luft einatmen ist grundsätzlich nicht schlimm“, sagt Klaus Mörchen, Sprecher der heimischen Apotheker. Problematisch könne es höchstens für Asthmatiker werden. „Am besten man atmet durch die Nase ein. Dann wird die Luft angewärmt bevor sie in die Lunge gelangt“, sagt Mörchen. Dadurch könne man auch vermeiden, dass man wegen der kalten Luft Zahnschmerzen bekommt. „Ist die Nase wegen Schnupfen verstopft, bietet es sich an, einen Schal vor den Mund zu binden“, rät Mörchen.

Sport

Joggen bei Minustemperaturen ist ohne Weiteres möglich. „Wintersportler machen das ja auch“, sagt Mörchen. Nach dem Laufen sollte man allerdings nicht lange in der Kälte stehen bleiben. „Ziehen Sie sich etwas Warmes drüber oder gehen Sie sofort ins Warme“, empfiehlt der Apotheker. „Ansonsten kühlt der Körper sehr schnell aus. Dann erkältet man sich.“

Haut

Unbedeckte Hautstellen, wie das Gesicht, kühlen besonders schnell aus. Der Wechsel zwischen Heizungsluft und klirrender Kälte trägt außerdem dazu bei, dass die Haut austrocknet. „Bevor man das Haus verlässt, sollte man das Gesicht gut eincremen“, sagt Klaus Mörchen. Aber Achtung: „Unbedingt eine Fettcreme benutzen“, sagt er, „Feuchtigkeitscreme trocknet wegen des hohen Wassergehalts nur noch mehr aus.“ Ähnlich ist es mit den Lippen: Statt sie abzulecken, sollte man sie mit einem Fettstift einschmieren.

Kinder

Besonders bei den Kleinsten ist Kälteschutz ganz wichtig. „Kinder können nicht so schnell Wärme bilden wie Erwachsene“, erklärt Klaus Mörchen. Deshalb gilt: „Kinder sollten das Haus nur mit eingecremtem Gesicht verlassen“, rät Mörchen. Auch hier gilt wieder: Nur Fettcreme, wie zum Beispiel Vaseline, nehmen. Säuglinge können warm eingepackt problemlos spazieren gefahren werden. „Die Kleinen sollten Fäustlinge tragen oder die Hände unter die Decke stecken“, sagt Mörchen. „Warme Füße behalten Babys, wenn man eine kleine Wärmflasche in den Kinderwagen legt.“

Nikotin und Alkohol

Apotheker Mörchen empfiehlt, bei Kälte aufs Qualmen und Trinken zu verzichten. „Alkohol  weitet  die Blutgefäße und  führt dazu, dass der Körper  mehr  Wärme abgibt“, sagt er. „Wirklich aufwärmen tut ein Schluck Rum nur, wenn er auch im Warmen getrunken wird.“ Auch das Rauchen ist im Winter noch ungesünder als sonst. „Nikotin verengt die Blutgefäße und lässt die Hauttemperatur sinken“, erklärt der Apotheker. „Dazu kommt, dass die Lunge zusätzlich zur kalten Luft noch durch Nikotin gereizt wird.“

Katharina Klöber

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