Ehrenamtlich gegen das Verbrechen?

Offenbarungseid. Der tägliche Bericht über einen Einbruch in Meschede. Gestern beim Spaziergehen: Die Henneterrassen werden von einer Gruppe junger Menschen mit Migrationshintergrund zum Parkplatz und Mülleimer degradiert; der Waldweg zur Deitmecke ist vermüllt, die Ruhebank zertrümmert.


Vorgestern Abend: Meine Frau wird vor der Post von einer Gruppe junger Männer mit offensichtlich ausländischen Wurzeln – und da reden wir nicht von Portugiesen, Spaniern oder Italienern - übelst angepöbelt. Und, und, und…


Offensichtlich sind Polizei und Stadt nicht in der Lage, Sicherheit und Ordnung in Meschede zu gewährleisten. Tatsächlich ist ein Sechser im Lotto zumindest gefühlt wahrscheinlicher als eine nächtliche Fußstreife in Meschede. Die dringend gebotene Kameraüberwachung wird von realitätsfremden Gutmenschen verschleppt. Und wenn der Rat der Polizei in der Presse lautet, auf fremde Menschen und Autos zu achten und diese zu melden, kommt das einem Offenbarungseid gleich.


Der Bürger soll sich also selbst um Verbrechensprävention kümmern. Fragt sich nur, ob man das dem Zufall überlassen sollte oder ob es nicht zielführender ist, die Prävention im Rahmen ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Engagements zu organisieren – vielleicht über die Mescheder Stadtgespräche.
Rüdiger Zimmer
, Meschede