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Und plötzlich stand da Winnetou

11.08.2009 | 18:13 Uhr
Und plötzlich stand da Winnetou

Die Aufführung bei den Karl-May-Festspielen „Der Schatz im Silbersee” ist wirklich toll, aber darüber möchte ich gar nicht berichten. Denn wir haben nach der Vorstellung das Angebot, eine Bühnenführung zu machen, genutzt und es nicht bereut.

Als erstes wurden uns die Pferde der Schauspieler gezeigt. 40 Pferde kommen bei einer Vorstellung zum Einsatz, man durfte sie alle streicheln. Natürlich wurde uns auch noch etwas über das tägliche Training der Pferde erzählt. Die Pferde müssen schließlich lernen, dass sie sich nicht erschrecken, wenn z.B. etwas explodiert oder eine Schießerei beginnt. Dann wurden uns ein paar Geheimgänge der Schauspieler gezeigt, in denen sie bis zum nächsten Einsatz verschwinden oder sich aufhalten.

Beeindruckt hat mich aber am meisten das Boot „Dogfish”. Das Zwei-Tonnen-Schiff fährt auf Schienen und wird von drei Männern durch Muskelkraft geschoben, diese Männer sieht der Zuschauer aber nicht. Als das Schiff im Silbersee untergegangen ist, wurden einfach die Platte, auf dem das Schiff stand, und der Schornstein runtergefahren. Dadurch ist es für die Zuschauer nicht mehr sichtbar und aus Wassertonnen schießt Wasser hoch und täuscht den Untergang in dem Silbersee vor.

Die Schauspieler, die mit untergegangen sind, können durch einen Geheimgang in einen Tunnel gelangen. Während der ganzen Zeit schießt aus einem riesigen Wassertank aus 14 Meter Höhe ein Wasserfall, ausgelöst durch eine Explosion, herunter.

Doch gerade als wir fast mit der Führung fertig waren, kam der Knaller: Plötzlich standen wir vor Winnetou (Benjamin Armbruster) und Old Firehand (Michael Heuel). Sie erkundigten sich, ob uns die Vorstellung und natürlich auch die Bühnenführung gefallen hätten und ließen sich spontan und gut gelaunt mit uns fotografieren.

Was für ein toller Abschluss dieses Ferientages.

Lisa Droste

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