Diskussion um Patronin tut weh

Gescheiterte Umwandlung in Gemeinschaftshauptschule in Meschede.  . Nun bleibt der Schulname also doch katholisch - St. Walburga. Oder muss man fragen: Wann kommt der nächste Versuch einer Namensumwandlung? Denn offensichtlich spiegelt ja die heilige Walburga nicht mehr die Inhalte und Werte der Schule wider. Manch einem Mescheder wird die Diskussion um die Stadtpatronin recht weh tun, wenn er liest, dass das Abstimmungsergebnis der Eltern in der WP als „sehr ärgerlich“ und sogar als „traurig für die Schule“ bezeichnet wird!


Ja, dieses (für die Schule offensichtlich schlechte) Abstimmungsergebnis sei wohl nur zustande gekommen, weil die entsprechenden Infoschreiben auf Deutsch und nicht auf Türkisch verfasst gewesen seien. Auch die Verbindung der Elternabstimmung mit einem Elternsprechtagbesuch wäre wohl besser gewesen…, weil dann ja viele Eltern aus anderen Gründen in die Schule kommen müssen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt? Der Name bürgt für Qualität, heißt es. Was spricht eigentlich bei „Sankt Walburga“ gegen das Lernen in einer internationalen Gemeinschaft oder gegen eine gute Vorbereitung auf die Berufswelt?


Auch hier bitte Mut zu einer ehrlichen Aussage! Es geht um Schülerzahlen, und wohl auch um Geld. Eltern können wählen, ob ihr Kind zu einer Bekenntnisschule oder zu einer Gemeinschaftsschule geht. Das ist eben (noch) ihr gutes Recht. Klar - wenn es eine solche Wahlmöglichkeit nicht gäbe, wäre es für die Kommune kostengünstiger, denn es fallen weniger Fahrkosten an, die erstattet werden müssen, aber offensichtlich ist diese Überlegung seitens der Stadtverwaltung noch gar nicht relevant.


Unsere Hauptschulen machen eine hervorragende Arbeit, sowohl die St.-Walburga-Hauptschule in Meschede als auch die Konrad-Adenauer-Schule in Freienohl! Und darauf sollte man sich bitte konzentrieren, auch wenn es um die Darstellung nach außen geht. Eine Abkehr von Sankt Walburga ist nicht nachvollziehbar!
Friedhelm Baumhöfer