Diskussion um Geld für Straßenbau

Die Holthauser Straße in Gleidorf wird auf diesem Abschnitt ausgebaut – das ist beschlossene Sache.Die Straßendecke weist hier zahlreiche Schlaglöcher und Risse auf.
Die Holthauser Straße in Gleidorf wird auf diesem Abschnitt ausgebaut – das ist beschlossene Sache.Die Straßendecke weist hier zahlreiche Schlaglöcher und Risse auf.
Foto: Katrin Clemens
Was wir bereits wissen
Schmallenberger Lokal-Politiker debattieren über Zusatzkosten für Anwohner. Anlass ist ein konkreter Fall in Gleidorf.

Schmallenberg..  1000 Euro mehr pro Anlieger – oder nicht? Muss eine Straße immer den neuesten Standards entsprechen und kann man dafür den Anwohnern höhere Kosten aufbrummen, ohne das mit ihnen vorher besprochen zu haben? Über dieses Thema haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses diskutiert. Konkret ging es um den Ausbau der Holthauser Straße in Gleidorf.

Einmündung ist zu steil

Dass diese Straße ausgebaut werden muss, ist unstrittig: Großflächige Aufbrüche und Risse im Fahrbahnbelag sind unübersichtlich. Sie zeigen, dass die Statik der Straße den Anforderungen nicht mehr genügt und die Substanz verbraucht ist.

Zwischen der Einmündung „Am Haffenrath“ und dem Haus Holthauser Straße 18 ist die Sanierung bereits beschlossene Sache. 190 000 Euro betragen die Gesamtkosten. Auch die Anlieger wurden bereits informiert. Dabei tat sich allerdings ein weiteres Problem auf: Die Einmündung der Straße „Am Haffenrath“ ist zu steil. Um das Gefälle von acht auf sechs Prozent zu entschärfen, wären aber Mehrkosten von 15 000 bis 20 000 Euro nötig.

„Da habe ich Bauchschmerzen“, sagte CDU-Mitglied Rolf Frigge. „Ich kenne die meisten dort und glaube nicht, dass sie 1000 Euro mehr für zwei Prozent weniger Gefälle bezahlen wollen.“ Außerdem sei dort noch nie etwas passiert. Frigge bleib bei dieser Anschauung auch, als Bauamtsleiter Christoph Schöllmann betonte, dass die Einmündung in ihrer jetzigen Form längst nicht mehr zeitgemäß sei. „Das ist nicht mehr Stand der Technik.“

Eine weitere Einwohnerversammlung, um die höheren Kosten absegnen zu lassen, sei aber zeitlich nicht mehr drin. „Wenn wir heute den Ausbau nicht beschließen, wird in diesem Jahr nicht mehr gebaut“, sagte Schöllmann.

Letztlich entschied der Ausschuss einstimmig für den mit den Anwohnern abgesprochenen Vorschlag und gegen die höheren Kosten.