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Brückenbau

Die Umgehung für die Innenstadt kommt

01.11.2012 | 05:00 Uhr

Meschede.   Jetzt kommt der Brückenschlag über die Ruhr: Gestern war Spatenstich zur neuen Johannesbrücke, die vom Mühlenweg über den Fluss zur Kolpingstraße führen soll. Nächste Woche wird die Baustelle eingerichtet, es werden vier bis fünf Bäume gefällt, dann beginnt das Bauunternehmen Josef Knoche (Dorlar) mit der Erstellung der Brückenpfeiler. Im April/Mai 2013 soll die Brücke stehen.

Jetzt kommt der Brückenschlag über die Ruhr: Gestern war Spatenstich zur neuen Johannesbrücke, die vom Mühlenweg über den Fluss zur Kolpingstraße führen soll. Nächste Woche wird die Baustelle eingerichtet, es werden vier bis fünf Bäume gefällt, dann beginnt das Bauunternehmen Josef Knoche (Dorlar) mit der Erstellung der Brückenpfeiler. Im April/Mai 2013 soll die Brücke stehen.

Bürgermeister Uli Hess sprach von „einem ganz wichtigen Tag für Meschede“. Denn über die neue Brücke kann einerseits die Innenstadt angefahren, andererseits muss die Innenstadt über die Brücke als Umgehungsstraße aber nicht mehr durchfahren werden: „Es wird nicht mehr so viele Durchgangsverkehre geben“, sagt Hess voraus. Weil die Brücke bogenförmig angelegt wird, sieht Hess keinen neuen Durchgangsverkehr für die Anlieger an der Kolpingstraße voraus: Der Verkehr werde sich gleichmäßiger verteilen.

Die Johannesbrücke wird zwei Fahrspuren haben, dazu jeweils einen Fußgängerbereich, auf seiner östlichen Seite auch eine Radspur: Denn nach Fertigstellung der Brücke wird der Ruhrtalradweg auf die andere Ruhrseite verlegt, damit Radfahrer leichter in die Innenstadt geführt werden. Unter der Brücke wird auf der Kolpingstraßen-Seite zudem ein Fußweg herführen.

Durch die Brücke entfallen auf 25 Meter Breite die Parkplätze am ehemaligen Hertie-Parkplatz. Nach Fertigstellung der Brücke soll auch eine Neuaufteilung der jetzigen Parkplätze links und rechts davon kommen. Ob die kostenlos bleiben, ist „noch etwas offen“, sagte Fachbereichsleiter Paul Susewind.

Um das Hertie-Grundstück mitnutzen zu können, hat die Stadt auf eine Besonderheit des Baugesetzbuches zurückgegriffen: Dort gibt es die Möglichkeit einer „vorzeitigen Besitzeinweisung“. Weil es derzeit keinen handlungsfähigen Eigentümer für diese Fläche gibt, ist durch das Amtsgericht ein Rechtsanwalt als Betreuer bestimmt worden, mit dem ein treuhänderischer Vertrag geschlossen wurde: Erst wenn ein Nachfolger für den Hertie-Besitz gefunden ist, wird mit diesem dann abschließend über einen Kaufpreis für die Brückenfläche oder über einen Flächentausch verhandelt.

Für das Hertie-Kaufhaus kommt dieses Verfahren nicht in Frage, sagte Hess gestern sofort: Voraussetzung einer „Besitzeinweisung“ ist ein öffentliches Interesse, eben wie bei einer Brücke oder einer Straße.

Jürgen Kortmann



Kommentare
05.11.2012
19:48
Die Umgehung für die Innenstadt kommt
von altesmeschedermaedchen | #1

Und mit der Umgehung wird Meschede noch toter. Es gibt Innenstädte, die trotz Umgehungsstraße angefahren werden. Dass Meschede dazugehört, halte ich für ein Gerücht. Aber ich wollte schon lange mal wieder auf toten Straßen rollerbladen.

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