Die Mehrheit der Deutschen ist „Whatsapper“

Meschede..  Mit mehr als 700 Millionen aktiven Nutzern im Dezember 2014 ist Whatsapp die am meisten benutzte Kommunikations-App und hat die klassische SMS weitestgehend verdrängt. Gegen eine kleine Gebühr von 0,89 Euro kann man mit der Anwendung ein Jahr lang Bilder, Videos, Sprachnotizen, Standorte und natürlich Kurznachrichten versenden. Auch Gruppenchats sind möglich und das alles, ohne das Werbung eingeblendet wird.

Auch in Deutschland ist Whatsapp mit ca. 30 Millionen Nutzern (Januar 2014) der beliebteste Messenger.

Kauf durch Facebook

Doch mittlerweile gibt es immer mehr Menschen, die an Whatsapp zweifeln. Denn nachdem Facebook den Messenger für 19 Milliarden US Dollar gekauft hatte, tauchten einige Probleme auf.

Kurz nach dem Kauf gab es einen kompletten Blackout bei Whatsapp. Für etwa vier Stunden konnte man in mehreren Ländern weder Nachrichten versenden, noch empfangen. Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer und neuer Besitzer der App, entschuldigte sich und versprach, dass es bei Whatsapp keine gravierenden Änderungen geben solle.

So sei zum Beispiel garantiert, dass die App weiterhin werbefrei und unabhängig von Facebook bleibt. Für einige Whatsapp-Nutzer stellt der Verkauf kein Problem dar, sie merken keinen Unterschied und finden die neuen Funktionen, die Facebook eingeführt hat, gut. Neu ist zum Beispiel, dass man die Anzeige, wann man zuletzt online war ausblenden kann.

Allerdings machen sich auch viele Nutzer Gedanken über den Besitzerwechsel. Facebook selbst hat bereits einen schlechten Ruf, was die Datensicherheit angeht und nun sollen unsere Daten auch bei Whatsapp nicht mehr sicher sein. Es werden Chatverläufe, Adressbücher und Bilder gespeichert und möglicherweise an Dritte weitergereicht.

Auch Experten warnen vor einer großen Sicherheitslücke im Datenschutz bei Whatsapp. Viele User steigen deshalb lieber auf andere Nachrichtendienste um. Mittlerweile gibt es etliche Alternativen zu Whatsapp, zu den beliebtesten gehören Threema, Viber und Telegram über die möchten wir euch einige nähere Informationen bieten.

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Messenger er verwendet, und das hängt sicherlich auch stark davon ab, welche App Freunde und Bekannte nutzen. Deshalb wird Whatsapp wohl auch erstmal, zumindest in Deutschland, der Nachrichtendienst Nummer eins bleiben, da die Mehrheit der Deutschen zu den „Whatsappern“ gehört.

Threema

Threema ist ein Nachrichtendienst aus der Schweiz und steht für sehr guten Datenschutz. Diese App verfügt über alle wesentlichen Funktionen, die Whatsapp auch anbietet, allerdings kann man in den Gruppenchats maximal 20 Leute gleichzeitig unterbringen und Threema ist nicht kostenlos. Auf dem I-phone kostet es 1,79 Euro und auf Android Geräten 1,60 Euro.

Viber

Diese Alternative ist für alle gängigen Betriebssysteme kostenlos und auch über den PC nutzbar. Neben den üblichen Funktionen wie Bilder, Videos und Standorte versenden bietet Viber auch noch die Möglichkeit, kostenlose Anrufe über das Internet zu tätigen. Das verbraucht allerdings ziemlich viel Datenvolumen, deswegen sollte man diese Funktion nur in Verbindung mit W-Lan nutzen. Das einzige Problem an Viber ist die mangelnde Sicherheit. Der Datenschutz bei dieser App ist ziemlich niedrig.

Telegram

Bei Telegram bekommt man Sicherheit und schnellen Informationsaustausch. Die App ist werbefrei und kostenlos. Es gibt eine Einstellung, die das Verschlüsseln von Nachrichten ermöglicht und so die bereits hohe Sicherheit noch steigert. Telegram bietet die meisten Funktionen, die man von Whatsapp gewohnt ist, nur das Senden von Sprachnachrichten ist nicht möglich.