Die Herausforderungen des Arbeitsmarktes im HSK

Vor allem das Gastgewerbe im HSK sucht Mitarbeiter.
Vor allem das Gastgewerbe im HSK sucht Mitarbeiter.
Foto: Klaus-Peter Kappest /Schmallenberg Tourismus
Was wir bereits wissen
Die Arbeitsmarktzahlen im HSK sind positiv. Die Zahl der Arbeitssuchenden ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahren, aber es gibt ein paar Unwägbarkeiten.

Meschede.. Die Integration von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt? „Das ist für uns noch kein Thema“, sagt Oliver Schmale, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Meschede-Soest bei der Halbjahresbilanz. Größere Auffälligkeiten seien da noch nicht festzustellen. Zwar sei die Zahl der ausländischen Arbeitssuchenden leicht gestiegen – die Zahl 13 von 1127 ausländischen Arbeitssuchenden aber im Grunde zu vernachlässigen.

Flüchtlinge

„Für die meisten ist es erstmal wichtiger, was über Netzwerke und Betreuung läuft“, sagt Schmale. „Wer vor Krieg und Vertreibung flieht, wird sich zu Recht erst in einem zweiten Schritt Gedanken über den Arbeitsmarkt machen.“ Trotzdem beobachtet er, dass beispielsweise in Brilon bei den „Big Six“ die Netzwerke auch in Richtung Unternehmen stärker werden. Denn die arbeitsmarktpolitische Sicht sei: „Langfristig brauchen wir Zuwanderung.“

Fachkräftesicherung

Doch daneben, so Schmale, gebe es andere Themen, die vor allem kleine und mittlere Unternehmen in den Blick nehmen könnten, um Fachkräfte zu sichern und der demografischen Entwicklung ein Schnippchen zu schlagen: verstärkte Ausbildung, Qualifizierung eigener Beschäftigten, Erhöhung der Zahl der Vollzeitstellen, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Investition in Familienfreundlichkeit. Damit könne ein Unternehmen „zur Marke werden“. Zurzeit suchen vor allem Gastgewerbe (plus 36 Prozent), Gesundheits- und Sozialwesen, aber auch Handel und verarbeitendes Gewerbe. Arbeitszeit

Die Herausforderungen

Die Arbeitsmarktzahlen sind aus Sicht der Arbeitsagentur Meschede-Soest durchweg positiv. Es gibt 531 Arbeitslose weniger als im vergangenen Jahr. „Wir haben eine gute Ausgangsposition für die Herausforderungen des nächsten Halbjahres“, sagt Oliver Schmale, „ohne dabei gleich euphorisch wirken zu wollen“. Denn ein paar größere Betriebe in der Region haben Schwierigkeiten. Er nennt sie nicht, aber man kann denken an Kettler in Ense oder an Coca-Cola in Soest. Es sei noch nicht klar, wie sich die Lage dort weiterentwickle.

Die Zahlen

Insgesamt suchen im Hochsauerlandkreis zurzeit 6858 Menschen einen Job, 2494 kommen aus dem SGB III, also aus der klassischen Arbeitslosenversicherung, 4364 werden im Job-Center betreut, sind also länger als ein Jahr arbeitslos oder haben wie Hochschulabsolventen nicht in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Für Oliver Schmale eine erfreuliche Entwicklung: Auch Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmer profitieren vom Aufschwung.