Die Feuerwehr auf dem Stundenplan

Meschede..  Da staunten die Schülerinnen und Schüler der Mariengrundschule in Meschede, als am Donnerstag zur ersten Stunde die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen an ihrer Schule anrückte. Aber kein Brandeinsatz hatte die Wehrleute alarmiert. Auf dem Stundenplan der Drittklässler stand an diesem Morgen das Thema Feuerwehr.

Gut vorbereitete Kinder

Gut vorbereitet auf den Besuch waren die Kinder durch ihre Lehrerinnen, denn diese hatten mit ihren Schülern in der Unterrichtsreihe Feuer schon viele Fragen rund um das Thema in Angriff genommen. Durch spannende Experimente hatten sie selbst ausprobieren können, welche Einflüsse beispielsweise für das gute Abbrennen eines Feuers wichtig sind. „Im Umkehrschluss wissen die Kinder dann, warum man zum Beispiel durch das Entziehen von Sauerstoff mittels einer Decke ein Feuer löschen kann“, erläutert Lehrerin Kerstin Schrewe.

So konnten die Schüler der Marienschule schon in vielen Bereichen mitreden, die ihnen Marc Sellmann in einer Präsentation vorstellte: Was sind die entscheidenden Fragen, die bei einem Notruf beantwortet werden müssen? Was ist zu tun, wenn der Adventskranz Feuer fängt und der Rauchmelder losgeht? Praxisnah und kindgerecht ging der Feuerwehrmann die verschiedenen Punkte mit den Kindern durch und erklärte dann auch, welche Mechanismen auf Seiten der Feuerwehr durch den Notruf in Gang gesetzt werden. Bei den Männern und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr piepsen die Alarmgeräte, die Einsatzkräfte eilen zum Feuerwehrhaus und dann zur Einsatzstelle.

Im Anschluss ging es zur Praxis über: Die Schüler konnten die Feuerwehrautos unter die Lupen nehmen. Patrick Göbel beantwortete die vielen Fragen der wissbegierigen Kinder. Zudem erläuterte er, welche Geräte sich wo befinden, warum immer alles an seinem Platz sein muss und wofür die verschiedenen Dinge benötigt werden.

Selbst Löschangriff aufbauen

Unter Anleitung von Volker Bender durften die Kinder der Marienschule einen Löschangriff aufbauen: Mit einem Standrohr wurde ein Hydrant in Betrieb genommen und über einen Verteiler ein Strahlrohr angeschlossen. Jedes Kind durfte sich dann einmal wie ein echter Feuerwehrmann fühlen und mit dem Schlauch die Wiese neben der Grundschule löschen. Zum Abschluss der zwei spannenden Unterrichtsstunden führten die Feuerwehrleute den Kindern mit einem Experiment vor Augen, dass man einen Fettbrand niemals mit Wasser löschen darf. In Schutzkleidung erhitzten die Feuerwehrmänner einen kleinen Topf und brachten das darin enthaltene Öl zum Brennen. Das zum Löschen benutzte Wasser löste dann eine Fettexplosion aus, der die Kinder aus sicherer Entfernung zusehen konnten. Die Stichflamme und der laute Knall beendeten den Einsatz der Feuerwehr an der Mariengrundschule.