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Der Weg ist das Ziel: Le Parkour

26.09.2012 | 16:12 Uhr
Der Weg ist das Ziel: Le Parkour
Nein, so spektakulär wird es nicht zugehen, aber Le Parkour hat seine Wurzeln in den Großstädten.Foto: DANIEL MUNOZ

Meschede/Olsberg.   Trendsport Le Parkour ist in den Schulen angekommen.

Sie springen über Mauern und Geländer, laufen über Garagendächer und an Wänden hoch. Kein Hindernis ist ihnen zu schwierig. Wichtig ist der direkte Weg von A nach B, der möglichst elegant bewältigt werden soll. Le Parkour ist ein Trendsport, der in leicht abgewandelter Form mittlerweile auch in unseren Schulen angekommen ist.

Die Referendare Dirk Wachsmuth und Christian Braunroth unterrichten am Städtischen Gymnasium Meschede. Dort haben sie auch mit ihren Klassen - in der Halle und mit Matten gut abgesichert - schon ausprobiert, was normalerweise ohne Netz und doppelten Boden über Asphalt passiert.

Lehrer des Städtischen Gymnasiums Christian Braunroth und Dirk Wachsmuth bieten Le Parkour-Kursus in Olsberg anFoto: Privat

Aber keine Angst, es geht nicht um halsbrecherische Übungen und gewagte Stunts. „Viele verbinden mit Le Parkour auch akrobatische Einlagen, Salti oder Flick-Flacks, doch die gehören eigentlich nicht dazu - das wäre Freerunning“, berichtet Dirk Wachsmuth.

„Demi Tour“ (Hockwende), „Saut de bras“ (Armsprung), „Franchissement“ (Durchzug), „Équilibre“ (Balancieren) - die Begriffe kommen wie die Sportart selbst aus den Banlieues, den französischen Vorstädten. Es ist die Kunst der effizienten Fortbewegung. Der „Traceur“, der Ausübende, sucht dabei seinen Weg durch die Landschaft, braucht keine weiteren Hilfsmittel. „Es geht weder um Show noch um Akrobatik, sondern um das fließende Spiel mit der Umgebung, um das Gehen des eigenen selbst gewählten Weges“, heißt es in einer Beschreibung.

In ihren Klassen haben die beiden jungen Männer den neuen Sport ausprobiert und die Jugendlichen waren so begeistert, dass Michael Kaiser vom Kreissportbund aufmerksam wurde. „Eigentlich gehört Le Parkour zum ,Turnen an Geräten’“, berichtet Dirk Wachsmuth. Aber während es da schon mal schwierig sei, Schüler zu begeistern, sei das bei Le Parkour überhaupt kein Problem. „Im Gegenteil, oft mussten wir die Schüler schon bremsen.“ Mit Matten, Bänken und Kästen bauten sie den Rundkurs. „Es reicht schon, wenn wir dann sagten, versucht da mal rüberzukommen.“ Und manches Mal sei ihnen auch Angst und Bange geworden, mit welcher Selbstverständlichkeit da über Stufenbarren oder Kästen, zum Teil die Füße vornweg oder mit einem Handstand-Überschlag gesprungen wurde. In der letzten Stunde boten Wachsmuth und Braunroth den Rundkurs dann auch noch mit Musik an. Und dann kommen die Traceure so richtig in den „Le-Parkour-Flow“.

Hintergrund

Der Kreissportbund bietet Le Parkour am kommenden Samstag von 9 bis 16 Uhr im Berufskolleg Olsberg an.

Anmeldung und Infos unter 02903/851335 bei Jens Morgenstern oder info@hochsauerlandsport.de

Ute Tolksdorf



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