Der Name bleibt „Martin-Luther-Schule“

Schick sieht sie aus, die neue Martin-Luther-Schule - als Heimat für Musikschule und der Volkshochschule wird sie Freitag eröffnet.
Schick sieht sie aus, die neue Martin-Luther-Schule - als Heimat für Musikschule und der Volkshochschule wird sie Freitag eröffnet.
Foto: Ute Tolksdorf
Was wir bereits wissen
Hochsauerlandkreis und Stadt Meschede haben im Rahmen der Regionale 2013 zusammen die Martin-Luther-Schule zu einem Domizil für Musikschule und VHS umgebaut.

Meschede..  Es ist was Neues entstanden, ohne dass die alte evangelische Grundschule ganz verschwunden wäre. Heller ist das Gebäude nun, freundlicher - vom Innenhof her wirkt es direkt modern. Und der Name bleibt: Martin-Luther-Schule. „Damit bleibt auch die evangelische Tradition - hier direkt gegenüber der Christuskirche erhalten“, sagte Bürgermeister Uli Hess bei der Vorstellung des Gebäudes. „Martin Luther steht für Bildung und für Musik, das passt zu VHS und Musikschule, die unter einem Dach vereint sind.“

Der Kreis ist Mieter

Heute wird der Bürgermeister das Gebäude auch offiziell an Landrat Dr. Karl Schneider übergeben. Denn die Stadt bleibt zwar Eigentümerin, Mieter ist jedoch der Kreis. Gemeinsam haben beide Kommunen Umbau und Sanierung gestemmt. Dabei ging es vor allem darum, die alten Gebäudeteile - die alte Schule und die Lehrerwohnung stammen aus dem Jahr 1890 - energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Aufzug und Rampen machen die einzelnen Etagen auch mit Rolli, Rollatoren und Kinderwagen erreichbar.

Um rund 200 000 Euro ist der Bau teurer geworden als geplant, Kreistag und Stadtrat haben der Kostenerhöhung bereits zugestimmt. Uli Hess: „Das waren unvorhersehbare Entwicklungen bei der Stromversorgung und im Keller. Das ist bei so einem alten Gebäude immer mal möglich.“

Seit zwei Wochen arbeiten die beiden Institutionen des Kreises nun schon unter einem Dach. „Das klappt gut“, betonen Ulrich Papencordt (Musikschule) und Hubertus Becker (VHS). „Wir stören uns nicht.“ Im Gegenteil, beide sind überzeugt, dass auch Kooperationen denkbar sind. Und Becker betont: „Es ist schön, dass Leben im Haus ist.“

Immerhin 600 Schüler haben jede Woche dort Unterricht. Dazu kommen die Besucher der Volkshochschule. Insgesamt 12 000 Kontakte im Jahr. „Dafür ist es gut, dass die Einrichtungen so zentral und gut erreichbar gelegen ist“, sagte Dr. Karl Schneider.

1250 Quadratmeter stehen insgesamt zur Verfügung. Mehrere Klassenräume, drei Büros und einen Computerraum nutzt die VHS – insgesamt 300 Quadratmeter. Die Musikschule freut sich über zwei große und mehrere mittlere und kleine Unterrichtsräume sowie zwei Büros – macht insgesamt 530 Quadratmeter. Teilen werden sich Musikschule und VHS nun unter anderem einen Kopierraum und ein Lehrerzimmer sowie die sanitären Anlagen.

Dämmung und Akustik waren wichtige Ausstattungsmerkmale. Dafür erhielten die Musikräume Doppeltüren und im Erdgeschoss auch eine Lüftungsanlage. Während bei geschlossenen Fenstern kaum noch ein Ton nach außen dringen dürfte, ist die Akustik noch nicht abschließend fertiggestellt. Papencordt: „Die Grundausstattung steht, jetzt wollen wir im laufenden Betrieb sehen, was noch fehlt.“