Das Internet vergisst doch!

E in Bild blinkt auf, es zeigt eine Person. Sekunden später ist es verschwunden. Die Bilder sind nichts für die Ewigkeit aber sie können für einen kurzen Moment Freude bereiten. Snapchat - die Anwendung gibt es kostenlos, und man kann so viele Bilder versenden wie man möchte. Auch normale Nachrichten sind möglich.

In einem Monat werden mehrere hundert Millionen Bilder versendet und derweil wird die Foto-Kommunikations-App von ca. 100 Millionen aktiven Nutzern verwendet, von denen etwa die Hälfte zwischen 13 und 17 Jahren alt ist. Snapchat wird auf einen Wert von ca. vier Milliarden US-Dollar geschätzt.

Eine Art Tagebuch

Neuerdings kann man durch Snapchat-Stories seine Freunde sogar durch sein ganzes Leben führen. Das ist wie eine Art Tagebuch, das durch Momentaufnahmen eine Geschichte erzählt. Diese bleiben aber anstatt nur für ein paar Sekunden, für 24 Stunden erhalten.

Um jemandem zu antworten, muss man nur einen Doppelklick auf einen Chat machen, und man kann selbst ein Bild versenden. Wenn man noch auf das Bild tippt erscheint ein Feld, in das man einen Text einfügen kann. An dieser Stelle kann auch die Zeit, für wie lange man das Bild ansehen kann, verändert werden. Das Adressbuch und der Chatverlauf werden allerdings gespeichert und eventuell sogar an Dritte weitergegeben. Datenschützer warnen deshalb vor Sicherheitslücken. Erstmals passierte das bereits im Jahr 2013. Damals wurden die Daten von fast 4,6 Millionen Nutzern auf einer privaten Website veröffentlicht. Im Januar 2014 wurde das Leck entfernt. Doch einen Monat später wurde bereits wieder ein Sicherheitsproblem bekanntgegeben, wodurch Hacker Nachrichten und Spam-Mails an die „Snapchatter“ schicken konnten. Daraufhin stürzten einige Handys der Empfänger der Nachrichten ab.