Das intelligenteste Gerätehaus der Gemeinde

Löschgruppenführer Johannes Schulte, Eslohes stellv. Wehrführer Tobias Gödeke,  Markus Ebert (RWE), Ordnungsamtsleiter Georg Sommer und Bürgermeister Stephan Kersting. Die Gemeinde hat 28 000 Euro in Reiste investiert.
Löschgruppenführer Johannes Schulte, Eslohes stellv. Wehrführer Tobias Gödeke, Markus Ebert (RWE), Ordnungsamtsleiter Georg Sommer und Bürgermeister Stephan Kersting. Die Gemeinde hat 28 000 Euro in Reiste investiert.
Foto: Frank Selter
Die Löschgruppe Reiste hat das intelligenteste Feuerwehrhaus in der Gemeinde Eslohe.

Reiste.. „Smart Home“ nennt sich die moderne Technologie, die dort seit Neuestem zum Einsatz kommt. Vorbei sind damit ab sofort die Zeiten, in denen die Kameraden mit Jacken im Schulungsraum sitzen müssen, weil einer von ihnen vergessen hat, rechtzeitig die Heizung hochzufahren. Das geht nun automatisch. Doch die neue Technik kann noch weit mehr.

Steuerung über PC und Handy

28 000 Euro hat die Gemeinde Eslohe in das Domizil der Löschgruppe Reiste investiert. Der Großteil der Summe ist dabei in eine neue Gasheizung geflossen, deren Anschaffung „mehr als überfällig war“, wie Bürgermeister Stephan Kersting betonte. Bislang gab es im Gerätehaus eine elektrische Nachtspeicherheizung aus dem Jahre 1972 - die damit so alt war wie das Haus selbst. „Diese Heizung war einfach nicht mehr zeitgemäß“, so Kersting.

Zeitgemäß ist allerdings das, was nun im Gerätehaus der Reister Wehr zu finden ist. Da geht zum Beispiel direkt das Licht im Treppenhaus, in der Umkleide und in der Garage an, sobald nach 20 Uhr der Schlüssel der Eingangstür umgedreht wird. Denn: Wenn um diese Zeit noch jemand ins Feuerwehrhaus muss, dann in der Regel, wenn es einen Einsatz gibt. „Damit bringt die neue Technik Zeit und auch Sicherheit“, sagt Kersting und bekommt volle Zustimmung von Löschgruppenführer Johannes Schulte. Zudem, so betonen Kersting und RWE-Kommunalbetreuer Markus Ebert, sei mit massiven Energieeinsparungen zu rechnen.

Gesteuert werden kann die komplette Anlage über den PC oder das Smartphone. Dafür ist derzeit Eslohes stellvertretender Wehrführer Tobias Gödeke zuständig. Er hat die gesamte Anlage in den vergangenen Wochen in seiner Freizeit programmiert. Mit einem Klick kann er von daheim oder unterwegs die Heizkörper regulieren - also auch ausschalten, wenn es mal vergessen worden sein sollte. Weiterer praktischer Nutzen: Wenn die Feuerwehrleute stundenlang beim Einsatz in der Kälte im Regen stehen, kann Gödeke von der Einsatzstelle aus die Heizung im Gerätehaus hochfahren, damit sich die Feuerwehrleute später aufwärmen können. Und dank zahlreicher Sensoren kann er sogar erkennen, ob ein Fenster offen steht. Nur zum Schließen des Fensters muss dann doch noch jemand zum Gerätehaus fahren. Obwohl auch das - zumindest zum Sparen von Heizkosten - nicht nötig wäre. Denn auch die Heizung selbst erkennt, wenn ein Fenster geöffnet ist und fährt entsprechend herunter. Ebenso wie das Licht ausgeht, wenn die Eingangstür abgeschlossen wird.