Das größte Problem: demografischer Wandel

Meschede..  „Auf die Plätze, fertig, los!“ Das ist der Startschuss, der jedem begeisterten Sportler in den Ohren schallt. Auf den Plätzen im Sitzungssaal der Halle Sauerland nahmen bei der Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes zahlreiche Vereinsvertreter, Bürgermeister Uli Hess, Vertreter der politischen Parteien, sowie der kommunalen Verwaltung Platz, um das aktive Geschehen im Stadtsportverband mitzugestalten.

44 Vereine beteiligt

Im Geschäftsbericht nannte Vorsitzender Arnold Kotthoff die aktuellen Zahlen der Vereine im Stadtsportverband. „Derzeit sind 44 Vereine mit 11 795 Mitgliedern aktiv, davon haben wir 105 Stimmen“, so Kotthoff. Anwesend von den 44 Vereinen waren lediglich 14. In Anbetracht des demografischen Wandels, mit sinkenden Einwohner- und Mitgliederzahlen, zeigte sich Arnold Kotthoff trotzdem zufrieden.

Das größte Problem des demografischen Wandels sei jedoch die sinkende Zahl der Kinder und Jugendlichen.

Die Aktivität der Vereine sei aber dagegen erfreulich, denn sie meldeten zunehmend Übungsleiter an. Auch ein deutlicher Anstieg um 30 Prozent bei den weiblichen Übungsleiterinnen wurde verzeichnet. Fazit von Arnold Kotthoff: „Das Problem des demografischen Wandels besteht, aber wir befinden uns nicht auf dem absteigenden Ast. Mit engagierten Leuten können diese Zahlen ausgeglichen werden.“

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung lag in der Vergabe der Stadtmeisterschaften im Fußball. Dafür beworben hatten sich die Spielvereinigung Calle-Wallen, der Fatih Türkgücü Meschede und TuRa Freienohl - letzterer Verein bekam den Zuschlag.

Eine rege Diskussion gab es zur Sporteinwicklung: Die gesamte Versammlung sprach sich dafür aus, dass die organisierten Vereine einen Arbeitskreis bilden sollen. Dabei soll es um ein Miteinander der Vereine gehen, z. B. beim Problem der zu geringen Tunhallen-Kapazitäten. So sollen Verbindungen geschaffen werden, um weitere Räume für Sportkurse zu gewinnen.

Die gemeinsame Nutzung von Sportplätzen sieht Arnold Kotthoff nicht als Problem, da es bereits einen entsprechenden Arbeitskreis gebe. „Die Vereine haben die Notwendigkeit erkannt, miteinander statt gegeneinander zu arbeiten“, so Kotthoff.

Der Sportentwicklungsplan wurde 2014 beschlossen, ist entwicklungsfähig und soll fortlaufend überarbeitet werden. Bürgermeister Uli Hess ist auch von diesem Konzept überzeugt: „Es geht um die Gewinnung von Sportstätten.“ Das sei mehr als nur Fußball. „Darin sehe ich die Schwerpunktaufgabe des Stadtsportverbandes für die nächsten Jahre.“

Nur drei Mitglieder im Arbeitskreis

Bisher ließen sich nur drei Mitglieder für den Arbeitskreises aufstellen. Unter ihnen sind Michael Nemeita vom TuS Heinrichsthal-Wehrstapel, Karin Arens vom TV Calle und Thomas Alberts vom SSV Meschede. Weitere Vereinsmitglieder verhielten sich eher zögerlich. Sie würden sich lieber projektbezogen verpflichten, sagte Kotthoff.

Arnold Kotthoff plädierte dafür, dass sich die Mitglieder einsetzen, nur so könne man etwas bewirken: „Wir vom Sport müssen vorbereitet sein. Dazu benötigen wir Leute, die sachkompetent sind und Vorschläge zur Weiterentwicklung haben.“ Zum ersten Gespräch des Arbeitskreises bittet er Vertreter aller Vereine zu kommen.

Einen großen Dank sprach Kotthoff an Uli Hess aus, der über viele Jahre zum Wohle des Sports mit ihm zusammen gearbeitet habe.

Wahlen zum Vorstand

Die Neuwahlen des Vorstandes brachten folgendes Ergebnis: Der bisherige Geschäftsführer Michael Feldmann ließ sich vorerst für nur ein Jahr wiederwählen, denn aus gesundheitlichen Gründen möchte er das Amt eigentlich abgeben. Arnold Kotthoff lobte seine 100-prozentige Arbeit.

Zum Beisitzer im Vorstand des Stadtsportverbandes wurde erneut Thomas Alberts gewählt und den Posten des neuen Kassenprüfers hat nun Thomas Arens inne.