„Das bürgerliche Engagement ist immens“

Regionalmanager  Stefan Pletziger (links)  bei einem Abschlussgespräch mit Annabel Butschan und Gernot Miller von „Schmallenberg Unternehmen Zukunft“  zum Leader-Projekt „Fokus Schule und Wirtschaft“.
Regionalmanager Stefan Pletziger (links) bei einem Abschlussgespräch mit Annabel Butschan und Gernot Miller von „Schmallenberg Unternehmen Zukunft“ zum Leader-Projekt „Fokus Schule und Wirtschaft“.
Foto: Archiv
Was wir bereits wissen
In der Förderperiode 2007 bis 2013 standen der Leader-Region „4 mitten im Sauerland“ mehr als eine Million Euro an Fördergeldern der Europäischen Union zur Verfügung. Dieses Geld wurde in 49 Projekte investiert. Jetzt hoffen die heimischen Kommunen auf eine Fortsetzung des Förderprogramms. Darum haben sie sich beworben. Wir sprachen mit Regionalmanager Stefan Pletziger über die Erfolgsaussichten.

Meschede/Schmallenberg/Bestwig/Eslohe.. Herr Pletziger, was macht die Leader-Region „4 mitten im Sauerland“? Gibt es schon Erkenntnisse in Bezug auf neue Fördergelder?

Pletziger: Nein, in dieser Hinsicht befinden wir uns zurzeit in einer Schwebephase. Im März hatten wir unsere Bewerbung abgegeben. Genau wie 43 anderen ländliche Regionen in Nordrhein-Westfalen. Zurzeit findet der Auswahlprozess statt. Es werden jedoch nur 24 Regionen in der neuen Förderphase zugelassen. Ob wir dabei sind, ist zurzeit völlig ungewiss.

Wann entscheidet sich das?

Zurzeit bewertet ein unabhängiges Regionalplanungsbüro alle 43 Bewerbungen und liest sich diese intensiv durch. Diese Vorauswahl wird anschließend noch in verschiedenen Gremien im Umweltministerium beraten. Anfang bis Mitte Juni rechnen wir mit der Bekanntgabe der Entscheidung.

Wie ist ihr Gefühl – ist unsere Region wohl wieder dabei?

Das kann ich überhaupt nicht sagen. Natürlich sind wir der Meinung, dass wir eine gute Bewerbung abgegeben haben. Wir haben unter anderem in der Bewerbung auf die 49 Projekte hingewiesen, die wir in der letzten Förderphase realisiert haben. Das bürgerliche Engagement, das hinter diesen Projekten steht, ist immens. Das haben wir versucht herauszustellen. Der Gedanke von Leader wird in unserer Region wirklich von den Menschen vor Ort getragen. Natürlich haben wir auch viele Projekte vorgestellt, die wir in den kommenden Jahren realisieren wollen. Es wäre wirklich extrem schade, wenn wir in der kommenden Förderphase nicht berücksichtigt werden.

Was machen Sie zurzeit in dieser Schwebephase?

Es gibt aktuell noch genügend Dinge abzuarbeiten. Sieben alte Projekte müssen unbedingt noch bis Ende Juni abgeschlossen werden. Dann unterstütze ich zurzeit mehrere Dörfer bei ihren Dorfentwicklungsprozessen. Das ist sehr spannend zu sehen. Viele Menschen in den Dörfern haben die Zeichen der Zeit erkannt und arbeiten ganz gezielt an der Zukunft und Attraktivität ihrer Ortschaften. Des Weiteren versuche ich unsere vier Kommunen dabei zu unterstützen, Zugriff auf weitere Fördertöpfe zu bekommen und sie in dieser Hinsicht zu beraten.