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Da war’s mit Kirmes in Meschede

23.01.2015 | 11:00 Uhr
Da war der Vorstand der St.-Georgs-Schützen noch im Auto-Scooter auf der Kirmes.Foto: Brigitta Bongard

Meschede.   Die St.-Georgs-Schützen geben die Kirmes in Meschede auf. Nach dem erneuten Flop im vergangenen Jahr wollen sie sich künftig auf andere Veranstaltungen konzentrieren - zum Beispiel auf ihr Sauerlandfest.

„Letztlich fehlte die Laufkundschaft“, begründete Hauptmann Andreas Diemel-Kotthoff die Entscheidung seines Vorstandes, die Kirmes nicht mehr zu veranstalten. Seit dem Umbau der Innenstadt fehlt im Zentrum eine zusammenhängende Fläche, auf der Karussells und Buden aufgebaut werden können. Deshalb war die Bruderschaft in den vergangenen drei Jahren auf ihren eigenen Schützenplatz zurückgekehrt. Dort hatte die Kirmes auch ihre Ursprünge.

In den 60-ern ein Großereignis

Die Tradition reicht zurück bis 1869. Damals war die Kirmes am Schützenplatz noch zusammen mit einer Tierschau veranstaltet worden - es war ein Großereignis. Bis in die 60er-Jahre waren hier die Landwirte eingebunden. In den 80ern zog die Kirmes mitten in die Innenstadt - hier erlebte sie zeitweise ihre zweite Blütezeit. Auf verschiedenen Plätzen drehen sich die Karussells, beliebt war unter anderem die Fläche, auf der sich heute die Agentur für Arbeit befindet.

St.-Georgs-Kirmes in Meschede

„Eine lange Tradition geht mit dieser Entscheidung des Schützenvorstandes zu Ende“, erklärte Diemel-Kotthoff. Die Schützen selbst sind nach seinen Angaben bisher ohne Minus davongekommen, die Schausteller hätten aber künftig nicht mehr mitgemacht wie bisher: „Die Besucherzahlen waren im vergangenen Jahr so gering, dass viele Schausteller ihre Kosten nicht eingespielt haben“, berichtet der Hauptmann. Sie hätten dem Marktmeister Rudi Isken signalisiert, dass sie dieses Jahr nicht wieder gekommen wären.

Konkurrenz durch andere Veranstaltungen

Als Gründe für das Aus sehen die Schützen eine vermehrte Mobilität der Bevölkerung sowie Konkurrenz durch andere Veranstaltungen: Sie nennen die Hüstener Kirmes, die Warsteiner Montgolfiade und „Mittwochs live“ - wo letztlich auch Kraftkraft abgezogen werde.

St.-Georgs-Kirmes 2011

Die Schützen wollen nun auf ihre neuen Veranstaltungen setzen: „Henne in Flammen“ wird am Donnerstag, 30. April, zum zweiten Mal am Kreishaus stattfunden. Es wird in die Feierlichkeiten zur Eröffnung von Hennepark und Himmelstreppe eingebunden. Ausgebaut werden soll das Sauerlandfest „Alle auf die Halle“. Es findet am Samstag, 10. Oktober, in der St.-Georgs-Schützenhalle statt. Die Band „Twersbraken“ ist bereits angefragt. Die Schützen sehen großes Potenzial - Sauer­länder Feste liegen derzeit im Trend.

Oliver Eickhoff

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2015-01-23 11:00
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