Caritas: Integration als gemeinsame Aktion fördern

Auf dem Bild sind der alte und der neue Caritas-Vorstand sowie die Geehrten zu sehen.
Auf dem Bild sind der alte und der neue Caritas-Vorstand sowie die Geehrten zu sehen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach dem Abendgebet haben sich ca. 40 Personen im Franz-Stock-Haus versammelt, um an dem Informations- und Diskussionsabend der Caritas zum Thema „Flüchtlinge und Asylbewerber in Bad Fredeburg – wie können wir helfen?“ teilzunehmen.

Bad Fredeburg.. Heinrich Hupe begrüßte die Anwesenden, besonders die Abordnungen des Pfarrgemeinderates und der kfd, sowie Ulrich Hesse, den Leiter des Sozialamtesder Stadt Schmallenberg. Dieser informierte über die aktuelle Situation:

Während in den früheren Jahren ca. 20 bis 30 Asylbewerber pro Jahr in Schmallenberg ankamen, was relativ unproblematisch war, kommen jetzt laut Hesse ca. 15 bis 20 Personen pro Monat. Zurzeit gebe es 117 Asylbewerber aus 27 Nationen in Schmallenberg. Die Verweildauer sei unterschiedlich lang. Es ist schwierig, Unterkünfte zu finden, wie der Leiter des Sozialamts erklärte. In Bad Fredeburg seien aktuell 70 Asylbewerber im Heim am Donscheid sowie in drei Wohnungen untergebracht. Kamen früher hauptsächlich Einzelpersonen, seien es jetzt auch ganze Familien.

Paten für Familien

Die Kinder sind schulpflichtig, was für die örtlichen Schulen wegen der fehlenden Sprachkenntnisse eine große Herausforderung darstelle. „Die grundsätzliche Versorgung der Asylbewerber ist gewährleistet, aber die Integration ist schwierig“, so das Fazit des Informationsabends.

In der sich anschließenden Diskussion wurden folgende Vorschläge gemacht: Gebraucht werden Paten für Familien oder kleine Gruppen, die bei den alltäglichen Dingen helfen. Der Kleiderladen der Caritas kann zur Grundversorgung beitragen. Um die Schulen zu entlasten, soll geprüft werden, ob für die Stadt Schmallenberg eine Auffangklasse eingerichtet oder ein „Bufdi“ eingestellt werden kann, der sich um die Kinder kümmert. Es soll auch geprüft werden, ob Hilfe vom Flüchtlingsfonds des Erzbistums Paderborn angefordert werden kann.

Der Caritasvorstand wird einen Ausschuss mit Freiwilligen aus Fredeburger Vereinen, Verbänden und Gruppierungen bilden, damit die Integration als gemeinsame Aktion gefördert werden kann und nicht in Einzelaktionen unkoordiniert nebeneinander abläuft.

Nach einem kleinen Imbiss begann im Anschluss die Generalversammlung der Caritas. Brigitte Göckeler stellte den Kassenbericht vor, woraufhin dem Vorstand Entlastung erteilt wurde. Anschließend berichteten Jürgen Rohrbach und Roswitha Schneider über ihre Tätigkeit für die Ruddies-Stiftung.

Generalversammlung

Heinrich Hupe ist nach achtjähriger Tätigkeit aus dem Caritas-Vorstand ausgeschieden, einstimmig neu in den Vorstand gewählt wurde Elisabeth Weber. Rita Heimes und Brigitte Göckeler wurden einstimmig für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. In Abwesenheit wurde Inge Lis als neue Kassenprüferin gewählt.Barbara Schirm informierte außerdem noch über die Veranstaltungen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Die Einladungen dazu werden in Kürze an die Caritas-Mitarbeiter verteilt.