Buntes Kulturprogramm in neuem Format

Meschede..  Die endlose Geschichte der Stadthalle wirkt sich weiter auch auf Kulturring und Werkkreis Kultur Meschede aus. Während Jürgen Alliger vom wkm in diesem Jahr ganz auf die Belegung der Stadthalle verzichtet, entschied sich Ulrich Hengesbach „mutig“ bewusst dafür. „Man hat mir zugesagt, dass wir unsere Vorstellungen dort abhalten können“, sagt er jetzt bei der Vorstellung des neuen Programms. Die Stadthalle selbst sei vom geplanten Umbau nicht so stark betroffen. „Und wenn der neue Eingang gebaut wird, bekommen wir halt einen separaten Eingang.“

wkm weicht aus

Der wkm hat in der kommenden Saison keine Großveranstaltung dabei und kann deshalb auf kleinere Spielorte ausweichen. „Was nicht heißt, dass wir ganz auf die Stadthalle verzichten können“, betont Jürgen Alliger. Gute Bühnentechnik und Umkleiden für Künstler - das gebe es eben nur in der Stadthalle.

Doch die Ungewissheit um das Meschede-Center hat auch das neue Programmheft beeinflusst. „Normalerweise plane ich meine Veranstaltungen im Oktober“, sagt Hengesbach. „In diesem Jahr war es April.“

Insgesamt 31 Veranstaltungen inklusive Orgelsommer haben Kulturring und wkm für die kommenden Saison im Heftchen zusammengefasst, das übrigens in neuem Format in Behörden und Praxen ausliegt: quadratisch, praktisch, gut. Man kann es aber auch im Internet (www.meschede.de/kulturring) her­unterladen oder bestellen.

Es umfasst die gewohnten Service-Kapitel wie Vorverkauf und Abo-Verkauf, eine detaillierte Beschreibung der eigenen und der Stadthallen-Veranstaltungen sowie einen Blick über auf ausgewählte Veranstaltungen in Brilon.

Insgesamt bietet das Programm eine abwechslungsreiche Mischung aus Musik, Komödien, Kabarett, Lesungen und einer Krimi-Revue. Besonders empfiehlt Ulrich Hengesbach wieder die Bundeauswahl-Konzerte junger Künstler. Und diesmal auch den Klavierabend von Benjamin Moser, der als Preisträger schon einmal in Meschede war und jetzt seinen Weg bereits gemacht hat. Weiter führt Gerd Weimar die Matthäuspassion mit Ensembles der Stiftung Kirchenmusik auf. Die Sechszylinder kommen, Eva Mattes stellt ihr „ganz persönliches Programm“ vor und Kabarettistin Tina Teubner sagt: „Männer brauchen Grenzen“.

Der wkm hat wieder den Klangkosmos Weltmusik zu Gast, bietet Folk- und Gitarrenmusik an unterschiedlichen Standorten. Mit Seth Lakeman aus England geht der Verein erstmals auch in die Festscheune von Grewen Mühle. Den Start macht der wkm übrigens schon am Freitag, 7. August, mit einem Puppentheater. Bei freiem Eintritt heißt es da: „Wer hat den Atlantik geklaut?“ Die Veranstaltung findet statt am Stadtstrand oder in der Alten Synagoge je nach Wetter.