Brudermeister befördert sich zum König

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Bei fast hochsommerlichen Temperaturen haben sich die Andreasberger Schützen ordentlich Zeit gelassen, als es darum ging, ihren neuen Regenten zu ermitteln.

Andreasberg.. Bei fast hochsommerlichen Temperaturen haben sich die Andreasberger Schützen gestern ordentlich Zeit gelassen, als es darum ging, ihren neuen Regenten zu ermitteln. Sage und schreibe 631. Schuss ließ sich das hölzerne Wappentier der St.-Hubertus-Bruderschaft gefallen, ehe es gegen 14.30 Uhr aus dem Kugelfang segelte. Nach drei Stunden und 58 Minuten setzte sich Ulrich Scheer durch und verwies seine Mitstreiter in die Schranken. Neben ihm hatten ebenfalls Nico Selter, Hans- Georg Thiel und Bernd Faber versucht, sich die Königswürde zu sichern. Bis zum letzten Fetzen harrte das hölzerne Federvieh in luftiger Höhe aus und verlangte den Schützen damit einiges an Treffsicherheit ab, während hunderte Zuschauer den Wettstreit hautnah mitverfolgten.

Schütze mit Leib und Seele

Der neue König Ulrich Scheer regiert gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke (61). Der 25-jährige Sohn Sebastian und die 23-jährige Tochter Jenny komplettieren die Königsfamilie. Zu den Hobbys des 56 Jahre alten Fahrzeugbauers zählt vor allem die Schützenbruderschaft Andreasberg-Dörnberg. Seit mehr als 38 Jahren mischt er dort bereits mit Leib und Seele mit - inzwischen als Brudermeister. Bevor sich der Brudermeister selbst zum König beförderte, sicherte er sich noch den Apfel des Wappentiers. Die Krone schoss der Pfarrer Dirk Schmäring und das Zepter ging an Bernd Schaub.

Den Titel des Vizekönigs sicherte sich der 31-jährige Matthias Bonacker. Dafür brauchte der Dreher von der Firma Busch 90 Minuten und 270 Schuss. Neben den Schützen zählt noch die Freiwillige Feuerwehr zu seinen Hobbys.