Bremker wollen ihr Dorf verschönern

Bremke, Eslohe (Sauerland), Sauerland
Bremke, Eslohe (Sauerland), Sauerland
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Zuerst hat sich ein Arbeitskreis gebildet, dann flossen Ideen des Garten- und Landschaftsarchitekten ein, dann setzten sich etliche Bürgerinnen und Bürger zu einem ersten Treffen zusammen. Nun soll ein Konzept entwickelt werden - ein Konzept für die Verschönerungs des Ortskerns in Bremke.

Bremke..  Die Idee für das Projekt stammt von der Dorfgemeinschaft. Gedanken dazu hat sich auch bereits Jürgen Wagner vom gleichnamigen Büro für Garten- und Landschaftsarchitektur aus Gleidorf gemacht. Bereits im Herbst hatte er mit dem Arbeitskreis eine Begehung vorgenommen. Ursprüngliches Ziel war es, nur den Kern um die Kirche, die Schützenhalle und das Gebiet zwischen Wenne und Reister Bach umzugestalten. Wagner zog den Kreis nun weiter bis zum Ortseingang mit dem Raiffeisen-Komplex.

Renaturierung der Wenne

Zur Renaturierung bieten sich der Flusslauf der Wenne und des Reister Bachs an. In der Wenne-Aue könnte zum Beispiel eine kleine Insel entstehen. Wagner stellt sich einen Rundweg vor, auf dem Spaziergänge möglich sind, ohne an der Bundesstraße 55 oder der Landstraße nach Frielinghausen entlang laufen zu müssen. Dazu soll eine Querverbindung zwischen neuer Ortsmitte (Kirche, Kindergarten, Schützenhalle) und alter Ortsmitte mittels einer Fußgängerbrücke über die Wenne entstehen. Der Mühlenweg müsste dann rückgebaut werden.

Verlegung des Sportplatzes

Der Kindergarten würde eine Zufahrt von der Schützenhallenseite mit Wendeplatz und Stellplätzen bekommen. Der Sportplatz müsste nach Wagners Plänen zum bestehenden Bolzplatz verlegt werden. Der Bereich um die Kirche sollte neu begrünt und mit einigen Wohnhäusern und kleinen Handwerksbetrieben bebaut werden. Beim Parkplatz an der Kirche sollen Sträuche und Bäume zurückgenommen werden.

Zwei Kreisverkehre

Am Ortseingang aus Richtung Eslohe soll ein Kreisverkehr entstehen. „Damit wird die Raserei unterbunden und die Kreiselmitte kann attraktiv gestaltet werden. Gleiches gilt für die Kreuzung in der Ortsmitte. Hier dient der Kreisel eher der Sicherheit - zum Beispiel für die vielen Schüler im Bereich der Bushaltestelle“, so Wagner. Im Bereich Raiffeisen sollen zudem entlang der Straße Bäume und Sträucher angepflanzt werden, um die Sicht auf das Industriegebiet zu verdecken.

Der Ortseingang aus Richtung Frielinghausen soll nach Süden verschoben werden und auch hier soll zusätzliche Begrünung entstehen, zum Beispiel durch Streuobstwiesen, die in mehreren Wiesenbereichen des Dorfes vorgesehen sind.

Generell unterstützt Bürgermeister Stephan Kersting die Ausführungen Wagners: „Aber der richtige Weg ist es, die geplanten Maßnahmen in Module aufzuteilen, um sie nach und nach umzusetzen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. An der Renaturierung der Wenne anzusetzen wäre gut, denn hier sind die Landestöpfe derzeit noch gefüllt. Allerdings muss zuerst die Verfügbarkeit der benötigten Flächen geklärt werden.“

Nach einer Diskussion während der Vorstellung der Pläne einigte man sich darauf, dass der Plan online gestellt wird. Exemplare werden zudem an einigen Anlaufstellen im Dorf ausgelegt. So können alle Bremker Ideen einbringen. Dann soll ein weiteres Treffen stattfinden.