Brände kennen keine Gemeindegrenzen

Foto: Gudrun Schulte
Was wir bereits wissen
Nur einen Tag nach dem Großbrand auf einem Bauernhof in Eslohe, musste die Löschgruppe Cobbenrode erneut ausrücken.

Cobbenrode..  Das Berghotel Habbel stand in Flammen - diesmal aber handelte es sich nur um eine Übung. Und die hatte es in sich.

Das Berghotel liegt sehr hoch oberhalb von Cobbenrode. Die Förderung von Löschwasser stellt ein besonderes Problem dar, denn der Löschteich liegt einige hundert Meter unterhalb des Hotels. Zudem ist das Gebäude auf der gleichen Höhe wie die Wasserspeicher des Ortes - dort oben gibt es nicht ausreichend Wasser in Trinkwasserqualität.

Angenommene Lage

Das Übungsszenario stellte sich für die Feuerwehr konkret wie folgt dar: Nach einer Holzpelletlieferung kommt es - wahrscheinlich durch aufgewirbelten Holzstaub - zu einer Staubexplosion. Dadurch geraten das Brennmaterial und ein Teil des Vorrats- und Heizungsgebäudes in Brand. Zwei Mitarbeiter des Berghotels, die eigene Löschversuche unternommen hatten, werden vermisst.

Die Löschgruppe Cobbenrode übernahm die Menschenrettung mit zwei Trupps unter Atemschutz sowie zwei Strahlrohren. Die zwei Mitarbeiter wurden nach kurzer Zeit gefunden und der inzwischen von den Cobbenrodern eingerichteten Sammelstelle übergeben. Danach ging es an die Brandbekämpfung. Unterstützt wurde die Löschgruppe Cobbenrode vom Einsatzleitwagen des Löschzugs Eslohe sowie von der Löschgruppe Oedingen (Stadt Lennestadt) und der Löschgruppe Fretter (Gemeinde Finnentrop). Die Löschgruppe Fretter war dabei für die Wasserversorgung durch ihr Tanklöschfahrzeug und die Rohrverlegung zuständig, um einen Gastank und das Hotelgebäude zu schützen. Die Löschgruppe Oedingen förderte Löschwasser aus der schwer zu erreichenden Wasserentnahmestelle. Es wurden 3200 Liter pro Minute gefördert.

Positive Bilanz

Der stellvertretende Wehrführer des Löschzuges Eslohe, Stephan Bischopink, zeigte sich zufrieden nach der Übung. „Die Zusammenarbeit war hervorragend“, betonte er. Schon beim Großbrand des Hofes in Eslohe habe sich gezeigt, wie wichtig interkommunale Zusammenarbeit der Wehren ist, alleine sei so etwas kaum zu schultern. Einsatzleiter Brandinspektor Rainer Bödefeld von der Löschgruppe Cobbenrode war vor allem von der hohen Beteiligung an der Übung beeindruckt: „Außerdem lief alles ruhig und geordnet. Schon nach drei Minuten kam das erste Wasser, nach sieben Minuten das Wasser von der offenen Wasserstelle.“