Böse Geister vertreiben

Walbecke..  Einwohner von Walbecke hatten kürzlich die Idee, die Wintersonnenwende zu feiern, „um die bösen Geister des Winters zu vertreiben“. Der kleine Ort, der an der Stadtgrenze zwischen Schmallenberg und Winterberg liegt, ist für die Spontaneität seiner Einwohner bekannt. Auf dem im Sommer eröffneten Dorfplatz, der dank Unterstützung der Stadt Schmallenberg angelegt werden konnte, verfolgten Passanten nun auf den ersten Blick eher ungewöhnliche Aktivitäten der Dorfgemeinschaft.

Die Nachbarn stellten eine Feuerstelle auf und zimmerten gemeinsam einen hölzernen Unterstand. Im nahe gelegenen Teich fingen sie Fische und bereiteten sie zum Räuchern vor. Pünktlich zur Mittagszeit stießen die Walbecker mit Feuerzangenbowle und Früchtepunsch auf die Wintersonnenwende an und feierten bis in die Abendstunden.

Gefeiert wurde die Wintersonnenwende sogar schon in der Steinzeit, das belegen Hinweise, die Archäologen an der englischen Kultstätte Stonehenge gefunden haben. Die Wintersonnenwende ist gleichzeitig der kürzeste Tag des Jahres, an dem die Sonne ungewöhnlich tief am Himmel steht.

Vor der Einführung des gregorianischen Kalenders Ende des 16. Jahrhunderts fiel die Wintersonnenwende stets mit Weihnachten auf einen Tag, heute beginnt das Weihnachtsfest erst einige Tage später.