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Tödlicher Unfall

Bis zum Unglück keine Auffälligkeit am Baum

24.07.2014 | 11:00 Uhr
Bis zum Unglück keine Auffälligkeit am Baum
Ein Fahrrad steht einsam auf dem Ruhrtal-Radweg. Auf der Strecke geschah das Unglück.Foto: Christian Setz

Berge.   Was genau ist passiert am Dienstagnachmittag auf dem Radweg zwischen Wenholthausen und Berge? Polizei und Gutachter haben am Mittwoch mit der Spurensuche nach dem tödlichen Unfall begonnen. Ein 66-jähriger alter Radfahrer war dort von einem Baum verletzt worden. Er starb im Krankenhaus.

Fest steht für die Polizei: Hinter dem Unglück steckt keine Absicht. „Der Baum war nicht angesägt, es gibt keine Anzeichen einer Manipulation“, sagte Polizei-Pressesprecher Ludger Rath. Wie und warum der Radfahrer von dem Baum mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern getroffen wurde - das bleibt vorerst unklar.

Ein Meter über dem Asphalt

Entdeckt worden war der Schwerverletzte von einer Gruppe Radfahrer. Er lag unter der Buche, die in einem Meter Höhe über die Straße ragte. Die Polizei hält zwei Versionen für möglich: Dass der Baum schon umgekippt war, der Radfahrer nicht mehr bremsen konnte und sich tödlich verletzte. Oder aber, dass der Baum genau in dem Moment zu Boden kippte, als der 66-jährige Mann aus Berge an der Stelle entlang radelte. „Einiges spricht dafür, dass es so passiert ist“, sagte Rath.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem das Unglück rekonstruiert werden soll. Auch der Verstorbene soll obduziert werden.

Am Unglücksort war gestern ein Baumsachverständiger. Er untersuchte die Buche, wollte sich aber noch nicht dazu äußern, ob der Baum geschwächt oder erkrankt war. Das Gutachten wird in einigen Wochen erwartet.

War es erkennbar?

„Für uns geht es um die Frage: War es erkennbar, dass der Baum umkippen könnte? Haben die vorgeschriebenen Kontrollen stattgefunden?“, so Rath. Der Baum befand sich offenbar auf einem Gelände des Landesbetriebs Straßenbau - davon gehen sowohl die NRW-Behörde, als auch die Ermittler derzeit aus.

Noch im Winter seien auf der Strecke alle Bäume an der Böschung überprüft worden, das geschehe zweimal im Jahr, versicherte Abteilungsleiter Rainer Schütte. Während an anderen Stellen Äste und Bäume gestutzt oder gefällt worden seien, seien an der Unglücksstelle äußerlich keine Auffälligkeiten feststellbar gewesen.

Oliver Eickhoff

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2014-07-24 11:00
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