Das aktuelle Wetter Meschede 7°C
Tourismus

Bettensteuer löst in Schmallenberg erneut Diskussion aus

18.09.2012 | 09:00 Uhr
Bettensteuer löst in Schmallenberg erneut Diskussion aus

Schmallenberg.   Die Bettensteuer hat im Rat der Stadt Schmallenberg erneut zur Diskussion geführt – nicht aber neue Entwicklungen zur Sache hatten den Auslöser gegeben, sondern eine Veröffentlichung auf der Internetseite der SPD.

Auf der Internetseite der SPD steht (bis gestern, 17. September 2012, zumindest), dass „Bürgermeister B. Halbe und seine Mannschaft im Rathaus die umstrittene Bettensteuer gegen den Willen der Hotellerie, Gastronomie und auch der Verkehrsvereine durchpeitschen“ wollen. Ludwig Poggel, CDU-Fraktionsvorsitzender, war erzürnt über die falsche Darstellung und forderte die SPD dazu auf, das Schreiben zu löschen. Zumal die SPD-Fraktion alle bis dahin getroffenen Entscheidungen zur Bettensteuer mitgetragen hätte, wie Poggel betonte.

Als kommunale Aufwandssteuer sollten mit der Übernachtungsabgabe (auch Bettensteuer genannt) die Entgelte aus Übernachtungen besteuert werden, wodurch Kurbeitrag und Kurtaxe ersetzt werden sollten. Den Anstoß hatte ein Schreiben des Gesamtverkehrsvereins im Oktober 2011 gegeben, in dem dieser die mangelnde Zahlungsmoral von immer mehr Betrieben kritisierte. Im Frühsommer hatte sich der Gesamtverkehrsverein dann gegen das Konzept „Bettensteuer“ ausgesprochen. Seitdem wird an einer Alternative gearbeitet.

Zusammenarbeit zwischen Stadt und Gesamtverkehrsverein

Rudolf Grobbel, Vorsitzender des Gesamtverkehrsvereins, zum aktuellen Stand: „In einer Versammlung Ende Oktober werden wir unseren Mitgliedern die neue Idee vorstellen. Die Stadt haben wir derweil gebeten, das Thema Bettensteuer zurückzustellen.“ Die Stadt habe sich von Beginn an verpflichtet, nur gemeinsam mit dem Gesamtverkehrsverein das Problem Tourismus-Finanzierung anzugehen, die Zusammenarbeit funktioniere laut Grobbel gut.

Wilfried Welfens, SPD-Fraktionsvorsitzender, erklärte gestern auf Nachfrage unserer Zeitung, dass das Schreiben auf der Internetseite nicht mehr aktuell sei und es aus diesem Grund von der Seite genommen werden würde, nicht weil die CDU das fordere.

Laura Mock

Kommentare
18.09.2012
12:45
Bettensteuer löst in Schmallenberg erneut Diskussion aus
von meinemeinungdazu | #1

So kann Schmallenberg seine eigentlich guten Ruf schnellstens ruinieren. Tretet die Verordneten massiv auf die Füße.

Funktionen
Aus dem Ressort
Kampf gegen die Drogensucht
Prävention
Patienten der Fachklinik Fredeburg erzählen von ihrer Cannabis-Abhängigkeit und warnen vor einer möglichen Legalisierung.
Und wieder verschwinden Hortensien
Mysteriöse Serie
Es sind wieder Hortensien abgeschnitten worden - und niemand weiß, wer dahinter steckt. Der Polizei graut es schon vor massenhaften Anzeigen, die zu...
Vorbereitung auf ein Musical der Rekorde
Musical
Das, was dort oben auf der Bühne geschieht, macht schon nach wenigen Minuten gute Laune: Mit viel Freude und ebenso viel Engagement bereitet sich die...
Kitz-Retter von Eversberg
Tiere
Sie sehen aus wie bunte Vogelscheuchen, sollen in diesem Fall aber Rehe erschrecken. Kinder der Grundschule Wehrstapel-Eversberg bauten sie, um in der...
Ramsbeck verliert immer mehr Einwohner
Demografie
Ramsbeck ist der große Verlierer des demografischen Wandels in der Gemeinde Bestwig - zumindest, wenn es um die Zahl der Einwohner geht.
Fotos und Videos
Schmallenberg von oben
Bildgalerie
Aus der Luft
Meschede von oben
Bildgalerie
Aus der Luft
Eslohe aus der Luft
Bildgalerie
Von oben
Notfall-Übung
Bildgalerie
Fotostrecke
article
7107655
Bettensteuer löst in Schmallenberg erneut Diskussion aus
Bettensteuer löst in Schmallenberg erneut Diskussion aus
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-meschede-eslohe-bestwig-und-schmallenberg/bettensteuer-loest-in-schmallenberg-erneut-diskussion-aus-id7107655.html
2012-09-18 09:00
Tourismus, Bettensteuer, Hotel, Urlaub, Übernachtungen, SPD, CDU
Nachrichten aus Meschede, Eslohe, Bestwig und Schmallenberg