Bestwigs Autofahrer wundern sich über Straßenführung

Damit die Absperrung nicht immer wieder komplett aufgebaut werden muss,  bleibt sie am Bahnübergang Nuttlar stehen.
Damit die Absperrung nicht immer wieder komplett aufgebaut werden muss, bleibt sie am Bahnübergang Nuttlar stehen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
In Nuttlar sorgt eine Baustelle der Bahn für Verwirrung bei vielen Autofahrern. Betroffen ist der Bereich am Übergang in Höhe von „Mutter Piene“.

Nuttlar..  In Nuttlar sorgt eine Baustelle der Bahn für Verwirrung bei vielen Autofahrern. Betroffen ist der Bereich am Übergang in Höhe von „Mutter Piene“. Wegen Arbeiten am Gleis in Richtung Winterberg ist der Bahnübergang parallel zur Bundesstraße derzeit nachts gesperrt. Morgens wird er aber wieder freigegeben.

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Geperrte Rechtsabbiegespur

Das Problem: Wer über die B 7aus Richtung Brilon kommt und den Bahnübergang passieren möchte, steht auch tagsüber vor einer gesperrten Rechtsabbiegespur. Zudem suggeriert ein weißer Pfeil auf blauem Hintergrund: Es ist verboten rechts abzubiegen. Genau das ist es aber nicht, bestätigen ein Bahnsprecher sowie Norbert Schnöde, Leiter des Straßenverkehrsamtes beim Hochsauerlandkreis, auf Nachfrage unserer Zeitung unisono und nehmen damit vielen Autofahrern ihre Verunsicherung. Denn die meisten von ihnen fahren trotz des Pfeils und trotz gesperrter Abbiegespur über den Übergang.

„Dabei bleibt aber immer ein ungutes Gefühl“, sagt eine Nuttlarerin, die sich mit dem Problem an unsere Zeitung gewandt hat. Schließlich suggeriere die Beschilderung, dass man gerade etwas Verbotenes tue, wenn man dort abbiege.

Damit habe die Frau generell recht, sagt Norbert Schnöde. In diesem Fall handele es sich aber um eine Ausnahme - um einen Kompromiss mit der Bahn. Die hatte nämlich eigentlich geplant, den Bahnübergang während der Arbeiten dauerhaft Tag und Nacht zu sperren und dafür auch eine Genehmigung bekommen.

Nach Protesten aus der Bevölkerung hatte sich das Straßenverkehrsamt dann allerdings noch einmal mit der Bahn in Verbindung gesetzt. Bei dem Gespräch erklärte sich die Bahn bereit, den Übergang tagsüber wieder zu öffnen - allerdings nur unter der Bedingung, dass dafür lediglich die Absperrungen direkt am Übergang selbst entfernt werden.

„Gentleman’s Agreement“.

Norbert Schnöde spricht von einem „Gentleman’s Agreement“. Es sei also „ausnahmsweise in Ordnung“, wenn die Arbeiter vor Ort nicht jeden Morgen aufs Neue die Baken an der Abbiegespur an die Seite räumen, um das Ganze am Abend wieder aufzubauen.

Auch mit der Polizei sei diese Regelung abgesprochen worden. Schnöde versichert: „Niemand, der dort rechts abbiegt, hat ein Knöllchen zu erwarten.“