Berge klagt über Zustand der L 541

Berge..  Der Heimat- und Verkehrsverein ist verärgert über den Zustand der Ortsdurchfahrt. „Sind sie einmal mit dem Auto durch Berge gefahren? Haben sie sich einmal an der Hauptstraße aufgehalten? Dann kann man die unendlich vielen Schlaglöcher gar nicht übersehen und vor allem nicht überhören“, schreibt Ortsheimatpfleger Friedrich Nagel im Namen seiner Mitstreiter.

Der Zustand der innerörtlichen Landstraße sei erbärmlich und für die Anwohner nicht mehr tolerabel. Schon seit dem Jahr 2009 klagen die Berger über diese Situation, sie werden nach eigenen Angaben immer weiter „mit den üblichen Vertröstungen abgespeist“: „kein Geld“ oder „wahrscheinlich im nächsten Jahr“.

Ignoranz werfen Heimatverein und Verkehrsverein dem Landesbetrieb Straßenbau daher vor: „Etwa 700 bis 800 Lkw fahren täglich mindestens durch den Ort und vor allem die leer fahrenden Container-Fahrzeuge verursachen einen Heidenlärm, wenn sie durch die Schlaglöcher donnern“, so Nagel.

Im Jahr 2012 war die Straße immerhin mit einer dünnen Gussasphaltschicht überzogen worden. Doch: „Dies war unprofessionell, da hierdurch die Fahrbahndecke angehoben wurde, alle Kanaldeckel und Einläufe aber in alter Lage blieben. Allein der hierdurch entstandene Lärm ist gesundheitsgefährdend“, klagt Nagel.

Berge werde belastet durch den Verkehr zur Veltins-Brauerei, zu zwei Steinbrüchen und zu mehreren großen Speditionen, die in oder in der Nähe von Berge angesiedelt seien. „Wir appellieren an den Straßenbetrieb, aber auch an den Bürgermeister der Stadt Meschede und die Politiker, endlich diese Missstände anzuerkennen und für Abhilfe zu sorgen.“

Der Landesbetrieb Straßenbau stellt auf Nachfrage unserer Zeitung eine mögliche Abhilfe in Aussicht: „In einem absehbaren Zeitrahmen ist eine umfassende Fahrbahnsanierung in der Ortsdurchfahrt Berge eingeplant“, erklärte Pressesprecher Oscar Santos. „Selbstverständlich ist uns bewusst, dass die straßenbedingten Beeinträchtigungen im Verlauf der Landstraße 541 von den Verkehrsteilnehmern und der Dorfgemeinschaft Berge nicht über Jahre hingenommen werden können.“

Nicht alle gleichzeitig erneuern

Nicht alle schadhaften Landesstraßen könnten aber zeitgleich finanziert und erneuert werden. „Daher sind wir immer bemüht, mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen den Straßenzustand temporär zu verbessern.“