Bergbaumuseum bleibt ein Zuschussbetrieb

Das Besucherbergwerk in Ramsbeck.
Das Besucherbergwerk in Ramsbeck.
Foto: wp
Was wir bereits wissen
Für 2015 wird für das Bergbaumuseum in Ramsbeck ein Verlust von 104 000 Euro erwartet, den der Hochsauerlandkreis und die Gemeinde Bestwig als Gesellschafter tragen müssen.

Ramsbeck..  Der Kreistag hat bereits dem Anteil von 52 000 Euro des HSK zugestimmt, die Gemeinde muss über ihren Anteil im Rahmen der noch laufenden Haushaltsberatungen entscheiden.

Situation von Fort Fun

Die Kreisverwaltung geht von weiter steigenden Verlusten auch in den nächsten Jahren aus. Nüchtern heißt es in ihrer Einschätzung: „Künftig wird – trotz Umsetzung von attraktivitätssteigernden Maßnahmen aus dem Zukunftskonzept – mit einem höheren jährlichen Defizit zu rechnen sein.“ In dem 2008 verabschiedeten Konzept war eigentlich ein halb so hoher Fehlbetrag vorgesehen gewesen. 2013 lag der Verlust bei 131 000 Euro und damit um 54 000 über dem Plan. Ursache für den Verlust sind stagnierende Besucherzahlen: 2013 wurde die angestrebte Zahl von 45 000 Gästen verfehlt. Es kamen nur rund 42 000. Allein durch die Differenz entgingen dem Museum so rund 32 000 Euro aus dem Eintrittskarten- und dem Kioskverkauf.

Hintergrund für die zu geringen Besucherzahlen ist laut Kreisverwaltung unter anderem die seit Jahren schwierige Situation von Fort Fun: Früher besuchten viele Schulklassen mit der Kombi-Card das Besucherbergwerk und das Abenteuerland an einem Tag. Wegen der ständigen Wechsel in der Museumsleitung (mit vier Leitern in fünf Jahren) wurden zudem Steigerungen der Attraktivität teilweise noch nicht umgesetzt. Durch den neuen Direktor Dr. Sven-Hinrich Siemers wird nun mehr Kontinuität erwartet. 2014 kamen offenbar rund 45 000 Gäste. Siemers erwartet für 2015 rund 46 000 zahlende Besucher, die dem Museum 324 000 Euro einbringen würden. Von Siemers werden Vorschläge für die Optimierung in der Wirtschaftsführung des Museum erwartet.

Über den Bestwiger Anteil muss bis zur Verabschiedung des Gemeinde-Haushaltes im Februar entschieden werden. Pressesprecher Jörg Fröhling weist darauf hin, dass es kaum möglich sei, ein Museum, ebenso wenig wie ein Schwimmbad, kostendeckend zu betreiben: „Wichtig ist, ein Defizit im Rahmen zu halten.“

Fröhling betont, das Ramsbecker Museum sei das besucherstärkste im Sauerland und belege in Südwestfalen den dritten Platz – es gehe schließlich bei Museen darum, die Geschichte lebendig zu erhalten.