Kirche
Benediktinerbruder soll 19 Opfer missbraucht haben
17.03.2010 | 23:22 Uhr 2010-03-17T23:22:00+0100
Meschede/Hagen. Der sexuelle Missbrauch an der Abtei Königsmünster in Meschede hat offenbar größere Dimensionen als zunächst bekannt geworden. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg geht nicht nur von einem Fall und einem Opfer, sondern von 19 Geschädigten aus.
Es sollen 19 Geschädigte sein, die von einem Bruder des Klosters in Meschede sexuell missbraucht worden sind. Dieser hatte sich vor einem Monat selbst angezeigt. Erste Fälle ereigneten sich allerdings bereits an der früheren Arbeitsstelle des Mannes in einem Hagener Kinderheim.
Mehrtägigen Bergwanderungen
Dort hatte der Mann vor etwa 30 Jahren als Sozialarbeiter gearbeitet. Später trat er dem Benediktinerorden bei, wo er in der Abtei Königsmünster in Meschede lebte. „Er war dort nicht als Lehrer und auch nicht als Betreuer in der OASE eingesetzt”, schilderte der Arnsberger Oberstaatsanwalt Josef Hempelmann. Die Missbrauchsfälle, die der Benediktinerbruder selbst zur Anzeige brachte, ereigneten sich offenbar auf Jugendfreizeiten wie mehrtägigen Bergwanderungen, für deren Organisation und Betreuung der Bruder verantwortlich war.
Dabei kam es zu sexuellen Übergriffen unterschiedlichsten Ausmaßes. In 18 der 19 Fälle waren es Jungen, mit denen der Bruder sexuellen Kontakt hatte. Er selbst sagt von sich, dass er homosexuell veranlagt ist.
Im Jahr 2000 waren laut Abtei die Vorwürfe erstmals bekannt geworden. Daraufhin sei der Mitbruder sofort von seinen Aufgaben entbunden worden, teilte die Abtei mit. „Die Familie des Betroffenen und die Verantwortlichen der Abtei haben damals von einer Strafanzeige abgesehen”, heißt es in der Presseerklärung – um den betroffenen Jugendlichen zu schützen, lautet die Begründung. Doch was war mit den anderen 18 Geschädigten?
"Kein Kontakt aufgenommen"
„Zu den anderen wurde meines Wissens nach bisher kein Kontakt aufgenommen”, sagt die Anwältin des Bruders. Es habe sich dabei zum Teil auch um sehr leichte Vergehen gehandelt, die von den Betroffenen vielleicht gar nicht bemerkt worden seien. Damals sei zunächst nur ein Fall bekannt geworden. Die anderen habe der Mann dann nach und nach gestanden und zur Selbstanzeige gebracht. „Dass es damals nicht zu einer Anzeige kam, ist aus freien Stücken geschehen und nicht aufgrund von Geldzahlungen, wie spekuliert wird”, betont die Anwältin. Das Opfer habe eine Stigmatisierung gefürchtet, sollte der Fall öffentlich werden.
Der Benediktinerbruder lebt, nachdem er fünf Jahre im Ausland eine Therapie machte, auch heute noch in der Mescheder Abtei. „Er steht dort unter Beobachtung, so dass nichts mehr vorkommen wird”, unterstreicht seine Anwältin.
Wusste die Abteileitung, als sie im Jahr 2000 von einer Strafanzeige absah, nur von einem Fall? „Ich gehe davon aus, dass damals nicht bekannt war, dass es 19 Fälle gab”, sagt Pater Nikolaus Nonn, Pressebeauftragter der Abtei Königsmünster.
Frage der Verjährung
Die Arnsberger Staatsanwaltschaft prüft zurzeit, ob die Missbrauchsfälle zur Anklage gebracht werden können oder aber verjährt sind. Weil sich in den vergangenen Jahren für die unterschiedlichen Arten von Missbrauch die Gesetze und Verjährungsfristen änderten, brauche man etwas Zeit, erläuterte Oberstaatsanwalt Hempelmann.
14:41
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13:00
Benediktinerbruder soll 19 Opfer missbraucht haben - meine Güte: erst Opfer, und dann auch noch missbraucht! Also sogar Doppelopfer!
12:57
In Hagen-Nord soll es ja auch einen Gemeindereferenten geben der es mit den Regeln und Gesetzen nicht so genau nimmt. Da sche9int die Kirche auch nichts zu unternehmen,
08:57
http://www.faz.net/s/Rub79FAD9952A1B4879AD8823449B4BB367/Doc~EB6845309BA214615BFBABA9BFF43E780~ATpl~Ecommon~Scontent.html
00:23
Ich bin vor 10 Jahren schon ausgetreten, ärgere mich jedes Jahr aufs neue, daß ich diese Verbrecher bei der Einkommensteuer (zusammenveranlagung) trotzdem unterstützen muß. So werde ich als Nicht-Mitglied zwangsbesteuert. Ein Austritt bringt also gar nichts, wenn man verheiratet ist. Wer diesem Haufen noch hinterherrennt und die ganzen Lügengeschichten auch noch glaubt, hat wohl nur einen IQ von 62. Toastbrot hat schon 76, das sagt ja wohl alles.
Gott ist allmächtig,
Atomkraft ist sicher
die Erde ist eine Scheibe.
Wie kann man nur so blöd sein?
18:56
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22:57
@von der spicker:
siehe #15 von gestern ;-) Trotzdem kann man ruhig mehrmals auf den Artikel hinweisen. Jetzt müsste aber auch die WRMeschede mal wieder einen Aufschlag wagen oder einen skrupellosen Investigator vom Content-Desk holen.
20:54
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EB6845309BA214615BFBABA9BFF43E780~ATpl~Ecommon~Scontent.html
20:16
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19:46
jaja so ist das Hauptsache fleißig beten und in die Kirche gehn frei nach dem Motto dann bin ich frei von Schuld aber so sind nicht nur Mönche, Abte, und Pastore es gibt auch Lektoren die sich so vergehn aber dies wird natürlich tot geschwiegen (frei nach dem Motto was nich erzählt wird ist auch nich passiert) vom Dienst als Lektor ist er zurück getreten, doch ob das was ändert?