Beim dritten Versuch König im Mescheder Norden

Ein kurzweiliges Königsschießen sahen die Beobachter.
Ein kurzweiliges Königsschießen sahen die Beobachter.
Foto: Friedbert Sonntag
Was wir bereits wissen
„Aller guten Dinge sind Drei“, sagte sich gestern Morgen Wilhelm „Willi“ Kämmerling. Nach 35 Minuten und dem 263. Schuss riss er die Arme hoch und Freudentränen kullerten über seine Wangen.

Meschede..  „Aller guten Dinge sind Drei“, sagte sich gestern Morgen Wilhelm „Willi“ Kämmerling, als er wild entschlossen die Vogelstange ansteuerte. „Im dritten Anlauf will ich endlich König der Schützengemeinschaft Meschede-Nord werden“, verriet er auf seinem Weg zum Schießstand unserer Zeitung. Und es klappte. Nach 35 Minuten und dem 263. Schuss riss er die Arme hoch und Freudentränen kullerten über seine Wangen.

Spannender Zweikampf

Der Königsaar war nach spannendem Zweikampf mit Markus Brieden, dem Bruder des Hauptmanns, nach Kämmerlings Volltreffer aus dem Kugelfang gefallen. Sein Traum war in Erfüllung gegangen und mit ihm freute sich seine Lebensgefährtin Ulrike Siepenkötter, die er zu seiner Königin erkor. Der 57-jährige Hausmeister am Gymnasium der Benediktiner – daher auch dort sein Spitzname „Superhausi“ – ist auch als Vollblutkarnevalist bei den Nordjecken und als Ex-Präsident beim KV Blau-Weiß Meschede-Nord bekannt und spielt gerne Rommé.

Über den begehrten Königstitel freuten sich auch seine Kinder Bianca, Philipp und André. Das liebste Hobby des neuen Schützenkönigs, der in der Lagerstraße 27 wohnt, sind derzeit seine zwei Enkelkinder.

Den Vizekönigstitel errang der 18-jährige Fliesen-, Platten- und Mosaikleger bei der Firma Hempelmann Marco Brieden, ein Neffe des Hauptmanns Werner Brieden. Mit dem 148. Schuss hatte er seinem Konkurrenten das Nachsehen gegeben. Als Vizekönigin steht ihm die ebenfalls 18-jährige Johanna Gödde zur Seite. Der neue Vizeregent ist Fan vom FC Schalke 04.

Begonnen hatte das Vogelschießen mit der Ermittlung des Jungschützenkönigs. Sebastian Krick, Markus Triebs und Yannick Bührmann lieferten sich ein spannendes Gefecht, bis der hölzerne Vogel endlich nach rund einer Stunde und mit dem 174. Schuss seinen Widerstand aufgab. Yannick Bührmann (Görlitzer Straße 1) jubelte stolz in Siegerpose auf den Schultern seiner Mitstreiter. Der Abiturient (18) beginnt jetzt an der Fachhochschule in Meschede mit dem Studiengang Wirtschaft und spielt in seiner Freizeit aktiv Fußball.