Beginen Meschede sind weiter auf der Suche nach einem Domizil

„Beginen unterwegs" - zurzeit ist das Frauen-Wohnprojekt ins Stocken geraten - andere Ideen sollen wieder mit mehr Leben gefüllt werden.
„Beginen unterwegs" - zurzeit ist das Frauen-Wohnprojekt ins Stocken geraten - andere Ideen sollen wieder mit mehr Leben gefüllt werden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Zurzeit ist das Mescheder Frauen-Wohnprojekt ins Stocken geraten - andere Projekt-Ideen sollen wieder mit mehr Leben gefüllt werden.

Meschede..  Es ist ruhig geworden um die Beginen in Meschede. Zwar gibt es regelmäßig den Beginen-Klön, bei dem aktuelle Projekte besprochen werden. Doch die Suche nach einem neuen Haus für das Frauen-Wohnprojekt ist bisher nicht erfolgreich gewesen, bedauert Ingrid Wiechert vom Vorstand des Vereins. Sie wünscht sich mehr Unterstützung von der Stadt: „Immerhin wäre das Wohnprojekt, in dem Frauen autonom und in Gemeinschaft leben, ein Vorzeigeprojekt für die Stadt und die Region.“

Vor einem Jahr hatte sich der Beginen-Verein aus dem Bauprojekt „Rinschen Park“ der Siedlungs- und Baugenossenschaft zurückgezogen, weil die Wohnungen im Schnitt für seine Mitglieder zu teuer seien.

Seitdem ist der Verein auf der Suche nach einem neuen Domizil und einem neuen Investor. Ein Wohn- und Geschäftshaus an der Von-Westphalen-Straße war schon im Gespräch und auch Baugrundstücke haben sich die Frauen angesehen. Doch bisher lief alles ins Leere. Auch an die Siedlungs- und Baugenossenschaft sind die Beginen erneut herangetreten. Sie hoffen dort auf Wohnungen, die sich im Bestand befinden.

„Wir strecken mittlerweile die Fühler auch über die Stadtgrenzen von Meschede hinaus aus“, sagt Wiechert, auch wenn sie persönlich es bedauern würde, Meschede verlassen zu müssen. „Hier haben wir unsere Kontakte und unsere Freunde.“ Sie ist optimistisch: „Aus den Wohnprojekten in anderen Städten wissen wir, dass Frauen dort ähnlich lange suchen mussten.“

Jetzt allerdings soll das Bauen nicht mehr so im Vordergrund stehen. „Es schreckt auch Unterstützerinnen ab, die die Idee gut finden“, fürchtet Wiechert. Deshalb will sich der Verein wieder stärker auf seine sonstigen Ideale besinnen.

Entscheidung in diesem Monat

Denn immerhin geht es bei dem Beginen-Prozess auch um ein Frauen-Kultur-Projekt. „Das wollen wir jetzt wieder mehr mit Leben füllen. Zurzeit kümmern wir uns um unsere Gruppe, reden viel miteinander über die Gestaltung des gemeinsamen Lebens, feiern zusammen und lernen auch, miteinander zu streiten.“

Alle Frauen, die sich den Beginen anschließen wollen - auch die, die nicht am konkreten Wohnprojekt interessiert sind - und Ideen und Lust zum Gestalten mitbringen, sind eingeladen. Im Gespräch sind ein Treffpunkt für einen Theater-Workshop, für Malen in der Gruppe und eine Schreibwerkstatt.

Am 18. Februar soll auf der Mitgliederversammlung über diese Initiativen und die Orte, an denen sie stattfinden, entschieden werden. Darum ist es wichtig, dass alle, die sich an diesem Prozess beteiligen wollen, bei der Planung dabei sind.