Baubeginn am Meschede-Center

Die Stadt hilft mit: Planer Michael Klauke (links) und Bürgermeister Uli Hess legten Hand an - symbolisch.
Die Stadt hilft mit: Planer Michael Klauke (links) und Bürgermeister Uli Hess legten Hand an - symbolisch.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Am Meschede-Center beginnen die Umbauarbeiten. Ende Oktober soll Meschedes neues Einkaufszentrum bereits bezugsfertig sein.

Meschede..  Was lange währt, wird endlich gut. Am neuen Meschede-Center beginnen die Umbauarbeiten. Schon im Spätsommer soll das Einkaufszentrum an die künftigen Mieter übergeben werden, damit die noch einmal zwei Monate Zeit haben, um sich individuell einzurichten. Ende Oktober soll das Meschede-Center bezugsfertig sein – damit hält Investor Hubert Bövingloh sein Versprechen ein, dass die neuen Mieter das nächste Weihnachtsgeschäft schon mitnehmen können.

Symbolträchtiger Auftakt

Eigentlich unspektakulär, aber für die Ortsgeschichte doch ein bisschen historisch. Punkt 12 Uhr fährt am Montag der erste Lastwagen am ehemaligen Hertie-Gebäude vor. Abgeladen wird zwar nur der Bauzaun. Aber das ist symbolträchtig: Denn Tag 1 der Bauarbeiten beginnt mit den Vorbereitungen. Das Kaufhaus wird am Vorplatz weit abgesperrt. Nachmittags werden die Lampen auf dem Platz abmontiert.

Tiefgarage wird vergrößert

Auf dem Boden sind rosa Markierungen angebracht. Sie zeigen den Verlauf von Leitungen. Mit ihrer Verlegung wird heute oder morgen begonnen – das ist der erste praktische Teil der Baustelle. Die Leitungen müssen gezogen werden, weil hier eine riesige Baugrube, mit Spundwänden gesichert, entstehen wird: Der „Deckel“ der Tiefgarage wird geöffnet, damit das Untertage-Parkhaus erweitert werden kann – von aktuell 120 auf künftig 140 Parkplätze.

Bürgermeister Uli Hess und Michael Klauke aus dem Rathaus verfolgen die Baustelleneinrichtung. Klauke koordiniert in den nächsten Monaten die Bauarbeiten an der Schnittstelle zwischen Stadt und Investor, Hess will sehen, was sich vor Ort tut. „Alles wird gut“, sagt jetzt ein zufriedener Bürgermeister. Seit Weihnachten habe es im Hintergrund „viel Bewegung“ gegeben, um den Baustart im Januar hinzubekommen: „Das war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt“ – eine Lehre daraus, weil in der Vergangenheit immer wieder Starttermine genannt wurden, die dann doch nicht eingehalten werden konnten.

Langes Arbeiten erlaubt

Hess richtet den Blick schon auf die nächsten Monate: „Da steckt ein straffer Zeitplan dahinter.“ Denn damit im Spätsommer das Kaufhaus übergeben werden kann, muss in zwei Schichten fast rund um die Uhr gearbeitet werden – die Behörden haben Arbeitszeiten von 6 bis 22 Uhr sowie Samstagsarbeit genehmigt. An vielen Ecken soll parallel gearbeitet werden. Wenn die Baugrube für die Tiefgaragen-Erweiterung steht, wird das ehemalige Cortina-Eiscafé für die zweigeschossige Center-Erweiterung abgerissen. Wer auf dem Pflaster aufmerksam auf rote Punkte achtet, der wird erkennen, bis wohin sich das Center baulich vergrößert: Ein ordentliches Stück hin zur benachbarten Sparkasse. „Innen bleibt auch nichts, wie es war“, sagt Michael Klauke.

Viele Behinderungen

Lange Arbeitszeiten und eine komplizierte Baustelle mitten in der Stadt: Sicher ist, dass es laut werden und Behinderungen geben wird. Montag wurde bereits der Verbindungsweg zwischen Kampstraße und Winziger Platz neben dem Sparkassen-Parkdeck für Fußgänger gesperrt – Ausweichen entweder über das Deck oder die Fritz-Honsel-Straße. Dabei wird es nicht bleiben: Auch die Honsel-Straße, die Kampstraße (wo noch zwei Kanalanschlüsse neu gelegt werden) und das Parkdeck müssen im Baustellenverlauf zwischenzeitlich gesperrt werden.

Brücke wird neu gebaut

Ebenfalls gebaut wird im Bereich der Ruhr. In den nächsten Monaten wird die jetzige Fußgängerbrücke ab- und in Freienohl wieder aufgebaut sowie eine neue, direktere Brücke vom „Campus“-Parkplatz zum künftigen Center-Portal an der Fritz-Honsel-Straße errichtet. Mit drei Monaten Bauzeit rechnet Michael Klauke an dieser Stelle. Und auch der Parkplatz am „Campus“ wird umgestaltet – diese beliebten Flächen fallen erst einmal weg (und werden später gebührenpflichtig). Für Gesprächsstoff ist in den nächsten Monaten gesorgt.