Bande der Freundschaft neu geknüpft

Meschede..  Eine 36-köpfige Schülergruppe des Gymnasiums der Benediktiner hat sich auf die Reise gemacht, um in alter Tradition ihre ungarische Partnerschule in Pannonhalma zu besuchen. Der gegenseitige Austausch ist ein wichtiger Teil der Schulpartnerschaft, die nun schon seit 34 Jahren besteht.

Zwischenstation in Melk

Begleitet wurde die Gruppe von zwei ehemaligen Schülern des Gymnasiums, einer Abiturientin, den drei ungarischen Gastschülern und den Lehrern Sabrina Schütte, Marius Beitzel und Pater Paulus Smuda OSB. Nicht fehlen durfte Eberhard Borghoff, der Begründer der Partnerschaft, der es sich nicht nehmen ließ, trotz seiner Pensionierung die Reise erneut anzutreten. Wie auch schon vor zwei Jahren machte man zuerst im österreichischen Benediktinerstift Melk Station, um am nächsten Morgen mehr oder minder ausgeruht zum Jungeninternat in Pannonhalma aufzubrechen.

Kaum angekommen, machten sich die deutschen Schüler gleich mit ihren ungarischen Austauschpartnern auf den Weg in die Gastfamilien. Dort verbrachten sie das erste Wochenende und bekamen einen vielseitigen und lebendigen Eindruck der ungarischen Kultur und Lebensart. Nach dem ersten „Kulturschock“ für den ein oder anderen traf die Reisegruppe am Sonntagabend wieder im Internat zusammen, um von nun an den Rest der Fahrt gemeinsam zu verbringen.

Auf dem Programm standen sowohl Führungen durch den Mikrokosmos der Abtei und des Internats als auch größere Tagesausflüge nach Komarom oder Györ. Ein besonderes Erlebnis war die Besichtigung der Audiwerke in Györ, in dem die Schüler die Fertigung der Wagen ( A 3) nach straff getakteten Arbeitsabläufen miterleben konnten - „just-in-time“ und „just-in-sequence“ waren bis dato nur in der Theorie bekannt.

Grillen im Regen

Aber da eine lebendige Partnerschaft nicht allein durch Exkursionen gelingt, durfte die Begegnung zwischen Ungarn und Deutschen nicht zu kurz kommen. Beim Fußball- und Basketballspiel genauso wie bei einem Konzert der ungarischen Schüler oder der gemeinschaftlichen Komplet (Abendgebet) – überall wurden Bande der Freundschaft neu geknüpft oder das Wiedersehen mit alten Freunden genossen.

Da machte es auch nicht viel aus, als das Abschiedsfest abends wortwörtlich ins Wasser fiel und die Steaks im strömenden Regen und bei Gewitter gegrillt werden mussten. Am Donnerstagmorgen hieß es dann Abschied zu nehmen, bevor die Reise weiterging und sich die Mescheder Gruppe zur Benediktinerabtei Tihany am Balaton aufmachte.

Dort angekommen, konnte auch der Nieselregen einige Schüler nicht davon abhalten, im Plattensee schwimmen zu gehen. Den Abschluss der Fahrt bildete der Tagesausflug in die Landeshauptstadt Budapest, wo ein ehemaliger Austauschschüler eine ganz persönliche Stadtführung bot.