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Bagger beunruhigt Freunde der Hellebrücke

07.11.2012 | 12:01 Uhr
Bagger beunruhigt Freunde der Hellebrücke
Die Hellebrücke in EsloheFoto: Frank Selter

Eslohe. Die „Freunde der Hellebrücke“ fürchten, dass die Stunde Null für das Bauwerk gegenüber des Museums nun endgültig eingeläutet worden ist. Ein Bagger, der in den vergangenen Tagen zu einem Arbeitseinsatz unterhalb der Brücke angerückt war, hatte sie beunruhigt.

Doch Bauamtsleiter Hubert Müller stellte auf Nachfrage unserer Zeitung klar: „Der Bagger war lediglich vor Ort, um das Gelände von Buschwerk zu befreien.“ Es habe sich um einen kurzen Einsatz gehandelt. Inzwischen sei der Bagger schon wieder verschwunden. Die Arbeiten, so Müller weiter, hätten nichts mit dem Verfüllen des Geländeeinschnitts zu tun. Zumindest nicht direkt. Natürlich müsse der Einschnitt entsprechend vorbereitet werden, bevor er mit Erdreich angefüllt wird. Doch die Beseitigung der Büsche und Gehölze bedeute keineswegs, dass nun auch direkt im Anschluss die Verfüllung beginne. Sie sei erfolgt, weil dafür momentan die passende Jahreszeit sei. Wann die Verfüllung beginnt, obliege einzig und allein der zuständigen Baufirma, die den Auftrag für die Arbeiten erhalten habe. „Wenn die eine Baustelle in der Nähe hat, bei der entsprechende Erdmassen anfallen, die abgefahren werden müssen, wird sicherlich auch die Verfüllung beginnen“, so Müller, der im gleichen Atemzug noch einmal deutlich auf den „eindeutigen Ratsbeschluss“ zur Verfüllung hinweist.

Zur Erinnerung: Bei einer Überprüfung der Dreibogenbrücke, die direkt gegenüber des Museums steht, hatte sich bereits 2008 ein dringender Sanierungsbedarf ergeben. Rund 200 000 Euro würde das die Gemeinde kosten. Aufgrund der kommunalen Finanzlage hatte der Rat daraufhin entschieden, den Geländeeinschnitt, über den die Brücke führt, mit Erdreich zu verfüllen und obenauf eine Straße zu bauen.

Der Verein „Freunde der Hellebrücke“ engagiert sich trotz des bestehenden Ratsbeschlusses nach wie vor für den Erhalt der historischen Brücke. Die Vereinsmitglieder sind sich sicher: „Sollte die Hellebrücke tatsächlich verfüllt werden, wird die nachfolgende Generation sie wieder ausbuddeln - ähnlich wie bei der derzeitigen Öffnung des Hennedeckels in Meschede.“ Hier werde auch eine alte Bausünde wieder ausgebügelt.

Von Frank Selter

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2012-11-07 12:01
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