Backwaren auf Rösche und Krume getestet

Meschede/Neheim..  Kunden und Besucher der Sparkasse Arnsberg-Sundern in der Neheimer Hauptstraße staunten jetzt nicht schlecht, denn sie empfing beim Eintritt ein für ein Geldinstitut völlig ungewöhnlicher Duft. Geld konnte es nicht gewesen sein - das riecht bekanntlich nicht. Es war der Wohlgeruch, der von mehr als 1000 unterschiedlichen Brötchen ausging, der die Sparkassenkunden aufmerksam werden ließ.

Und sie erhielten Aufklärung von Obermeister Peter Junker (Hachen) und seiner Frau Marianne, mehreren Bäckermeistern aus dem Innungsvorstand sowie vom Brot- und Brötchenprüfer Karl-Ernst Schmalz (Bochholt). Denn es handelte sich bei dieser Aufsehen erregenden Aktion um die jährliche freiwillige öffentliche Brötchenprüfung der Bäckerinnung Hochsauerland, wozu 16 Meisterbetriebe der Innung aus dem ganzen Hochsauerlandkreis jene duftenden frischen Brötchen sozusagen als „Wettbewerbsunterlagen“ eingereicht hatten.

Geschmacksnerven werden müde

Jeweils vier Stunden an jedem der beiden Prüfungstage testete Karl-Ernst Schmalz, einer von drei neutralen Gutachtern vom Institut für Qualitätsssicherung (IQBack) des Deutschen Bäckerhandwerks, die vorgelegten Brötchenproben - in diesem Fall eben auf Rösche und Krume. „Rösche, das ist die Kruste, der Ausbund beschreit die Rissbildung an der Oberfläche und Krume ist das Innere des Brötchens“, erklärt der Brötchenexperte, während er vor einem Tisch beladen mit unzähligen Brötchen sitzt.

Täglich darf er 40 Brötchenproben - jede Probe besteht aus zehn Stück - testen. Dann ist Feierabend, denn die „Geschmacksnerven“ werden dann müde, müssen regenerieren. Schmalz lobte die erneut ausgezeichnete Qualität der Brötchen aus den heimischen Bäckerfachgeschäften, denn insgesamt 81,73 Prozent der getesteten Brötchen konnten mit Gold (42 Proben) oder Silber (43 Proben) prämiert werden. „Eine überzeugende Leistung“, konstatierte der Brötchenexperte.

„Beste Qualität gibt’s eben nur beim Bäcker“, freute sich auch Jochem Hunecke, Geschäftsführer der heimischen Bäckerinnung und Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hochsauerland mit dem Sitz in Enste. „Das beweisen unsere Innungsfachbetriebe Jahr für Jahr mit den Ergebnissen der zentralen Brot-, Brötchen- und Stollenprüfung“, kommentierte er stolz das erneute Spitzenergebnis.

Innungsobermeister Peter Junker lobte alle an dieser freiwilligen Aktion teilnehmenden Bäckermeister: „Für unsere Meisterbetriebe ist es wichtig, sich regelmäßig dem kritischen Prüfurteil zu stellen. Davon profitieren nicht nur unsere Betriebe, sondern auch unsere Kunden. Denn sie erhalten damit den Nachweis über qualitativ hochwertige Backwaren.“