Austausch beim Polit-Dinner

Gemeinsam kochen, gemeinsam essen – das verbindet, wie unser Archivbild zeigt.
Gemeinsam kochen, gemeinsam essen – das verbindet, wie unser Archivbild zeigt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In Schmallenberg soll ein erstes Polit-Dinner stattfinden: Politiker und Jugendliche kochen und essen gemeinsam, kommen zusammen, können sich austauschen.

Schmallenberg..  Jugendliche mit Kommunalpolitikern locker zusammenbringen, das ist das Ziel. Sie eventuell sogar für Politik zu begeistern, das wäre noch eine Steigerung. Das i-Tüpfelchen wäre, den Nachwuchsproblemen in der Kommunalpolitik entgegenzuwirken und motivierte Jugendliche zu gewinnen.

Um dies zu erreichen, soll demnächst in Schmallenberg das erste Polit-Dinner ausgerichtet werden. Politiker und Jugendliche kochen und essen gemeinsam, kommen zusammen, können sich austauschen.

Hintergrund dieser Aktion: Ein Jugendparlament – oder Ähnliches – in Schmallenberg einzurichten, diesen Antrag hatte die SPD-Fraktion im Mai 2011 im Stadtrat gestellt. Das Konzept für ein Jugendforum hatte dann eine Arbeitsgruppe der CDU vorgeschlagen. Das erste Jugendforum, zu dem alle Klassensprecher aus dem Stadtgebiet eingeladen waren, hatte daraufhin stattgefunden – durchaus erfolgreich. Dann war das Thema aber im Zuge der Kommunalwahl und anderer Themen in den Hintergrund gerückt, ein wenig eingeschlafen. Genau aus diesem Grund hatte sich die Schmallenberger Politik 2011 auch gegen ein Jugendparlament entschieden. Zu formell, zu verbindlich – und es steht und fällt mit Personen, die sich kümmern.

Kleiner und persönlicher

„Es ist sehr schwierig, ein Jugendparlament am Laufen zu halten“, sagt Manuela Schütte vom Jugendamt der Stadt Schmallenberg. Sie gehört zu der interfraktionellen Arbeitsgruppe, die die Idee des Polit-Dinners erarbeitet hat. Zunächst war ein zweites Jugendforum mit aktiven Jugendlichen aus den Vereinen angedacht. „Von der Großveranstaltung sind wir dann aber zum Polit-Dinner gekommen, das ist wesentlich kleiner und viel persönlicher“, erzählt Manuela Schütte. Auf die Idee hatte das Landesjugendamt die Gruppe gebracht. „Dort gibt es eine Servicestelle für Partizipation von Kindern und Jugendlichen, dort haben wir uns Unterstützung geholt.“

Das Jugendamt soll die Kochveranstaltung nun für das erste Halbjahr 2015 organisieren, voraussichtlich in der Küche der ehemaligen Valentin-Schule.

Verschiedene Sachen ausprobieren

„Wir kochen etwas Einfaches, am besten etwas, für das man viel schnibbeln muss – dann hat man Zeit zum Quatschen“, sagt Manuela Schütte und lacht. Kommunalpolitiker könnten dann einfach mal erzählen, was sie so machen. Dass es ihnen Spaß macht, sich in der Politik zu engagieren. Und dass es auch um Themen geht, die die Jugendlichen direkt betreffen.

„Wir gucken, wie das erste Polit-Dinner angenommen wird, und entscheiden dann, wie es weitergeht“, ergänzt Manuela Schütte. Es sei schließlich nicht einfach, Jugendliche für Politik zu begeistern. „Man muss einfach verschiedene Sachen ausprobieren.“