Aus egoistischen Motiven ignoriert

Windkraft..  Leider scheinen die Herren des Vorstandes des Vereins für Umwelt- und Naturschutz Schmallenberg die gesamten Dimensionen des Klimawandels – auch mitverursacht durch konventionelle Kraftwerke – aus egoistischen Motiven zu ignorieren.


Wir würden sonst pragmatisch über zukunftsorientierte Energie-Szenarien diskutieren, sinnvolle Alternativen aufzeigen und mit Sicherheit gemeinsam Windräder als eine sinnvolle Zukunftsperspektivebegreifen. Das würde auch dem Ziel des Vereins, Natur und Umwelt zu schützen, näher kommen. Wir alle müssen versuchen das Aufstellen vereinzelter Windkraftmodule zu verhindern und durch die Ausweisung von Konzentrationszonen zu steuern.


Die Energiewende wurde parteiübergreifend und mit großer Mehrheit im Deutschen Bundestag beschlossen. Dass eine solche Entscheidung mit Auswirkungen auf das Landschaftsbild verbunden ist, war allen Befürwortern bewusst. Jede Infrastrukturmaßnahme bedeutet einen Eingriffin die Natur mit allen Vor- und Nachteilen. Windkraftanlagen lassen sich immerhin mit einem maßvollen Aufwand wieder zurückbauen; was von Kohletagebauten und Atomkraftwerken übrig bleibt, lässt sich noch für die nächsten paar tausend Jahre bestaunen.
Die bisher veröffentlichten Leserbriefe des Vereins zum Thema Windenergie polemisieren unsachlich gegen die Windenergie.


Richtig ist: Zuwegungen werden bedarfsangepasst möglichst klein angelegt; eine überschaubare Anzahl von Windrädern wird in Konzentrationszonen an geeigneten, und von den Kommunen steuerbaren Lagen – unter Berücksichtigung des Natur-und Artenschutzes – errichtet; seriöse Experten teilen sehr wohl die Meinung, dass man in 20 bis 30 Jahren ausreichende Speichermöglichkeiten und Energienetze haben wird; die meisten Naturwissenschaftler schauen sehr wohl optimistisch auf die Energiewende. Wir müssen konstruktiv daran arbeiten, auch in den Kommunen.


Wir sollten die zu bewältigenden Herausforderungen als Chance verstehen, die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Dafür ist auch eine Portion Optimismus nötig, und den habe ich, wenn wir gemeinsam sachlich und pragmatisch arbeiten.


Dr. Matthias Kotthoff
Mitglied der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Eslohe