Aufgepasst in Nichtinghausen

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Was wir bereits wissen
Zum Jahresbeginn wird in Nichtinghausen die erlaubte Geschwindigkeit auf der B 55 wieder von Tempo 60 auf 50 verringert.

Nichtinghausen..  Das bestätigte Oscar Santos, Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau in Meschede, auf Anfrage.

Die Behörde folgt damit einem Antrag aus dem Ort, wonach es wegen der höheren Geschwindigkeit Sicherheitsbedenken gibt – nicht nur auf dem Schulweg, sondern auch im Begegnungsverkehr zwischen Lastwagen und wegen Gefahren für Radfahrer. Das Straßenverkehrsamt des Kreises hat ebenfalls zugestimmt.

„Rolle rückwärts“

Eslohes Bürgermeister Stephan Kersting nannte im Gemeinderat das Verhalten der Behörden „eine Rolle rückwärts“. Die Geschwindigkeitserhöhung sei vor zwei Jahren gegen den ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde vom Landesbetrieb, dem Straßenverkehrsamt des Kreises und der Polizei durchgesetzt worden.

Nichtinghausen ist, straßenverkehrsrechtlich gesehen, keine Ortsdurchfahrt (die wäre mit den gelben Ortsschildern gekennzeichnet und hätte dadurch zwingend Tempo 50), sondern mit ihren grünen Hinweistafeln nur „eine Ansiedlung auf freier Strecke“, erklärt Oscar Santos. Anders als in Ortsdurchfahrten müssten Autofahrer hier zum Beispiel nicht mit ständigem Querverkehr rechnen. Der Verkehrsfluss wäre einfacher.

Angedacht war vor Jahren, entlang der B 55 für alle kleineren Örtchen durchgehend Tempo 60 einzuführen. Tatsächlich umgesetzt wurde dies allerdings nur in Nichtinghausen. Tempo 50 wird es jetzt erst einmal voraussichtlich bis zum Jahr 2017 geben: Dann soll der geplante Radweg mit dem Umbau der B 55 fertig gestellt sein und neu über die Geschwindigkeit nachgedacht werden.