Auch für die Kultur soll ein Konzept her

Meschede..  Nach dem Sportentwicklungskonzept will die Stadt Meschede jetzt auch ein Kulturkonzept erarbeiten. Das Konzept soll 2016 in eine Förderrichtlinie münden, die Klarheit über die künftige Finanzierung von Kulturangeboten schafft.

Bislang erhalten der Kulturring 42 250 Euro und der „werkkreis kultur meschede“ 7480 Euro als städtische Zuschüsse, um ihre Veranstaltungen durchzuführen. Dem Mescheder Kulturamt stehen außerdem 9400 Euro zur Verfügung, es organisiert Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche und beteiligt sich an Kooperationsprojekten mit Arnsberg und Bestwig. Weitere 5775 Euro können für nicht-kommerzielle Kulturangebote abgerufen werden.

Rückläufige Zuschauerzahlen

Besonders stark gefördert wird bislang der Bereich der klassischen Hochkultur, wie Kammerkonzerte. Doch die Zuschauerzahlen dort sind rückläufig, berichtete Anne Wiegel vom Kulturamt in der Sitzung des Ausschusses für Generationen, Bildung, Freizeit und Soziales. Der Kreis der Nutzer bleibt seit Jahren sehr ähnlich. Schwer zu erreichen sind mit den bisherigen Kulturangeboten offenbar die Jugendlichen: 2012 gaben in der Mescheder Jugendumfrage 80 Prozent an, unzufrieden damit zu sein oder sie nicht zu kennen. Also besteht ein Handlungsbedarf, um das Kulturangebot zukunftsfähig zu gestalten.

Neue Förderrichtlinie bis 2016

Dafür wird jetzt von der Stadtverwaltung eine Bestandsaufnahme gemacht. Kulturschaffende und Politiker entwickeln auf dessen Grundlage dann ein Leitbild und Handlungsfelder für die Kultur, die Ende Mai dem Stadtrat vorgelegt werden. Zu einzelnen dieser Handlungsfelder, etwa zum Verhältnis Kultur und Jugend, werden nach den Sommerferien Workshops ausgerichtet. Auf Grundlage dieser Ziele entsteht bis Februar 2016 die neue Förderrichtlinie.