Arbeitskreis Asyl sucht Helfer für Flüchtlingsarbeit in Meschede

Die Flüchtlingszahlen steigen auch in Meschede.
Die Flüchtlingszahlen steigen auch in Meschede.
Foto: Hendrik Schulz
Was wir bereits wissen
145 Flüchtlinge lebten im Januar in Meschede – 2012 waren es gerade einmal 53. Die Hilfsbereitschaft der Bürger ist groß. Nun soll ihr Engagement noch stärker vernetzt werden.

Meschede..  Die Flüchtlingszahlen steigen ständig, sie waren allerdings in den 90er-Jahren schon einmal deutlich höher. Das haben Nicole Ackermann vom Fachbereich Soziales und Wolfgang Sträter, Leiter des Fachbereichs Ordnung, in der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Asyl deutlich gemacht. Im Januar lebten in Meschede 145 Asylbewerber, 1995 waren es 395. 2012 allerdings – und das verdeutlicht die stark gestiegene Herausforderung – hatte Meschede gerade einmal 53 Asylbewerber. „Doch es gibt eine große Bereitschaft zu helfen“, freut sich Hubert Feldmann.

Er koordiniert die Flüchtlingshilfe im Arbeitskreis Asyl. Das Schicksal der Menschen berührt viele Bürger. Das erfährt der Arbeitskreis jedes Mal, wenn er zu den offenen Runden einlädt. Bis zu 60 Teilnehmer jeden Alters kommen da zusammen, von den Pfadfindern über Schüler vom Gymnasium der Benediktiner bis zu Rentnern.

Neun Personen bilden die Kerngruppe. Dazu gehören Mechthild Schulte, Theresia Brüggemann, John Grosser, Ingrid Wiechert, Christel Hauert, Mechthild Thoridt, Michael Rosenkranz, Hubertus Feldmann und Else Garske.

Ehrenamt mit professionellen Stellen vernetzen

Ihnen ist wichtig, dass die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit angebunden wird an die professionellen Hilfen, die die Flüchtlingshilfe der Diakonie und der Fachbereich Soziales bei der Stadt bieten. „Sechs Gruppen haben sich gegründet, für die Helfer willkommen sind.“


1. Integration – „dazu gehört die Aufnahme in Vereinen und Jugendtreffs, Mobilität und Hausaufgabenbetreuung“, erläutert Feldmann.
2. Suche nach privaten Wohnungen.
3. Arbeitssuche und Ausbildung. Denn leben Asylbewerber 16 Monate im Land, können sie eine Arbeitsstelle antreten, soweit kein Deutscher oder ein anderer EU-Bürger für diese Stelle gefunden wird. Eine betriebliche Ausbildung oder die Arbeit im Bundesfreiwilligendienst oder im FSJ ist bereits ab dem vierten Aufenthaltsmonat möglich.
4. Erweiterung des Angebots von Sprachkursen. Dort fördern ehrenamtliche Kräfte die Lernwilligen Asylbewerber.
5. Hauspatenschaften: Dort kümmern sich Mescheder darum, dass die Neuankömmlinge lernen, wie man sich hier zurechtfindet – vom Einkaufen über den Arztbesuch bis zum Müllsortieren.
6. Möbel: „Dabei geht es um die Lagerung und Abholung von gespendeten Möbeln“, laut Feldmann, „in Zusammenarbeit mit den Asylbewerbern.“

Mittlerweile 70 ehrenamtliche Helfer sind über einen E-Mail-Pool vernetzt.

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