„Anwesenheit im Haus vortäuschen“

Die Einbruchserie hat die Nachfrage nach Terminen in der Polizeilichen Beratungsstelle weiter anwachsen lassen. Aktuell gibt es acht Wochen Wartezeit. Die Beratung ( 0291/90 87 70) ist kostenlos, Thomas Wüllner weist auch vor Ort Hausbesitzer auf mögliche Schwachstellen hin.

Wüllner rät zu mechanischen Schutzmaßnahmen, etwa den Einbau sicherer Fenster im Erdgeschoss. Allein eine Alarmanlage nütze nichts: „Die meldet ja nur, wenn der Täter schon drin ist.“

Mülltonnen sichern, keine Leitern hinter dem Haus herumliegen, Gartenmöbel nicht stehen lassen: Einbrecher nutzen sie gerne, um darüber zum Beispiel auf den Balkon zu gelangen.

Auf Beleuchtung achten: Per Zeitschaltuhr zum Beispiel das Licht steuern – „und dabei realistische Situationen schaffen“. Also auch im Obergeschoss einen Raum beleuchten: „Einbrecher wissen dann nicht, ob sich dort jemand aufhält.“ Auch TV-Simulatoren nutzen: „Alles, was eine Anwesenheit im Haus vortäuscht, hilft.“ Eine Außenbeleuchtung schreckt auch ab, „sie muss aber manipulationssicher angebracht sein“.

Pflanzen sollten nicht zu üppig wachsen: Der Täter hat sonst Versteckmöglichkeiten, außerdem verdeckt man so dem Nachbarn den wachsamen Blick.

Im Haus: Bitte mehr Einfallsreichtum bei Verstecken. Schmuck, an dem Erinnerungen hängen, ist im Bankschließfach besser aufgehoben. Gegebenenfalls einen Tresor kaufen: Der muss aber, zum Schutz vor Mitnahme, eingebaut und im Boden oder Mauerwerk befestigt werden.