Anwalt warnt vor Lebensgefahr

Die Strecke wird rege genutzt:
Die Strecke wird rege genutzt:
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Auf dem Wenne-Radweg herrscht Lebensgefahr. Davon ist Rechtsanwalt Bernhard Kraas (Oeventrop) nach einer Begehung mit Experten überzeugt. Er vertritt die Familie eines Radfahrers, der vor drei Wochen zwischen Wenholthausen und Berge von einem Baum erschlagen worden war.

Berge..  Rechtsanwalt Bernhard Kraas hat am Dienstag sowohl bei der Stadt Meschede, als auch beim Landesbetrieb Straßenbau die sofortige Sperrung der beliebten Strecke beantragt. Doch dazu kommt es nicht.

„Keine akute Gefährdung“

Denn: Der Landesbetrieb Straßenbau widerspricht der Einschätzung des Anwalts. „Wir sind nicht untätig gewesen und haben uns die Situation seit dem tragischen Unfall bereits zweimal genau angeschaut“, sagte Leiter Thomas Rensing. „Eine akute Gefährdung konnte dabei von uns nicht festgestellt werden.“ Sicherlich sei Totholz - wie überall im Wald - an einigen Stellen entstanden, das werde in Kürze entfernt. Darüber hinaus würden während der nächsten Gehölzpflegesaison zwischen Oktober und Februar einige Bäume ausgewählt und gefällt.

Seine Behörde sei aber gern bereit, ihre Ergebnisse mit denen von Anwalt Kraas abzugleichen, erklärte Rensing. Das tödliche Unglück mit dem Radfahrer bezeichnete er als „furchtbar - das lässt die Mitarbeiter hier im Haus nicht kalt.“

Anwalt Kraas warnt hingegen vor weiteren Unfällen, „die vorprogrammiert sind“. Am gesamten Wenne-Radweg sei eine Vielzahl von Bäumen zu finden, die lebensgefährlich seien und dringend gefällt werden müssten. Noch am Montag sei ein kleiner Baum umgefallen. „Es ist völlig unverständlich, dass trotz des tödlichen Unfalls noch keine Sicherungsmaßnahmen ergriffen wurden“, schreibt Kraas an die Behörden.

Mehrere Zeugen benannt

Ihm stehen nach eigenen Angaben inzwischen mehrere Zeugen zur Verfügung, die sowohl den Landesbetrieb Straßenbau, als auch die Stadt Meschede auf die Gefährlichkeit verschiedener Bäume hingewiesen hätten. Auch Fotos seien zur Verfügung gestellt worden. Jetzt müsse der Radweg sofort voll gesperrt werden. Kraas: „Die Behörden dürfen nicht abwarten, bis ein weiteres Unglück geschieht.“