Anregungen für weitere Projekte

Foto: Paul Gierse
Was wir bereits wissen
Die Kulturwarte des gesamten Sauerländischen Gebirgsvereins sowie die Fachstelle Geschichte im Westfälischen Heimatbund haben jetzt im Sauerländer Besucherbergwerk sowie im Katholischen Pfarrzentrum in Ramsbeck getagt.

Ramsbeck..  Der Hauptfachreferent Kultur, Peter Kracht, begrüßte dazu 62 Kulturwarte und Heimatpfleger. Es war seine bisher bestbesuchte Veranstaltung.

1000-jährige Bergbaugeschichte

Das Programm startete mit Reinhard Köhne, der unter dem Titel Montanwirtschaft im Sauerland einen Überblick aus seiner umfangreichen Forschungsarbeit gab. Vom römischen Bleibergbau bei Brilon bis zu den Eisenhämmern an den sauerländischen Flüssen zog er ein breites Panorama. Die vielen anschaulichen Bilder waren auch eine Anleitung zum Erkennen der Relikte beim Wandern. Anschließend führte Museumsleiter Sven-Hinrich Siemers anhand von Kulturdenkmalbildern durch die über 1000-jährige Bergbaugeschichte Ramsbecks sowie die über 40-jährige Geschichte des Bergbaumuseums mit Besucherbergwerk. War der Appetit somit schon angeregt, konnte Alfred Braun, Vorsitzender des Fördervereins Sauerländer Besucherbergwerk, auf das Erwandern der reichen Bergbaugeschichte Ramsbecks kommen. Er stellte den vom Förderverein geschaffenen Bergbauwanderweg als eine einmalige Kombination aus Landschaft und gut erhaltenen Denkmälern der Bergbaukultur vor. Seine ausführliche Schilderung der Planungen, Finanzierung und nicht zuletzt Pflege des Wanderweges bot den Teilnehmern einen tiefen Einblick in die Entstehung des Geschichtspfades. Es bleibt abzuwarten, ob er damit weitere Projekte in anderen Teilen des Sauerlandes anregen konnte.

Einblicke in die Geschichte

Nach einer Stärkung in der Museumsgaststätte „Zur Lore“ ging es dann zum praktischen Teil der Veranstaltung. Wie anno 1955 ratterte die Elektro-Grubenbahn 1,5 Kilometer in das Bergesinnere. 300 Meter unterhalb des Aussichtsturmes auf dem Stüppel ging die Wanderung durch das alte Bergwerk und seine Erz-Fördereinrichtungen. Zurück in der Kaue, der Umkleide der Bergleute, führte Museumsleiter Siemers durch die neugestaltete Dauerausstellung des Bergbaumuseums.

Unterwegs auf Bergbauwanderweg

Die Objekte in den Vitrinen ergänzten dabei seine Ausführungen vom Vormittag. Den Abschluss bildete das obligatorische Kaffeetrinken in der Maschinenhalle des Museums.

Da das Wetter auch zu so fortgeschrittener Stunde zum Wandern einlud, führte der Ramsbecker Alfred Braun die Gäste aus allen Teilen des Sauerlandes noch ein kleines Stück über den neuen Bergbauwanderweg zur alten Bleihütte mit dem kürzlich nachgebauten Pochwerk.