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Standesamt

Am Ende kommt es nur aufs „Ja“ an

29.08.2012 | 05:00 Uhr
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Am Ende kommt es nur aufs „Ja“ an
Im Esloher Papezimmer: Birgit Siewers und Manfred FeldmannFoto: Jürgen Kortmann

Eslohe.   Ja, sie will: Im September wird sie ihre erste Bewährungsprobe haben. Dann nimmt Birgit Siewers offiziell ihr erstes Eheversprechen ab. Die 40-Jährige ist neue Standesbeamtin der Gemeinde Eslohe. Birgit Siewers freut sich auf ihre Aufgabe: „Was gibt es Schöneres, als am glücklichsten Tag eines Lebens teilhaben zu dürfen?“

Ja, sie will: Im September wird sie ihre erste Bewährungsprobe haben. Dann nimmt Birgit Siewers offiziell ihr erstes Eheversprechen ab. Die 40-Jährige ist neue Standesbeamtin der Gemeinde Eslohe. Birgit Siewers freut sich auf ihre Aufgabe: „Was gibt es Schöneres, als am glücklichsten Tag eines Lebens teilhaben zu dürfen?“

Als gelernte Bankkauffrau ist die Esloherin Quereinsteigerin in der Gemeindeverwaltung geworden. Bislang war sie im Fachbereich Ordnung unter anderem für die Feuerwehr und den Bürgerbus zuständig. Jetzt kommt das Standesamt vertretungsweise hinzu. Bereitwillig ist Birgit Siewers auf das Angebot, sich als Standesbeamtin ausbilden zu lassen, eingegangen, weil sie sich gern neuen Herausforderungen stellt. Sie entlastet damit Manfred Feldmann, den anderen Standesbeamten der Gemeinde.

Wen sie als erstes Paar ins Eheglück begleiten wird, das verrät Birgit Siewers aus Datenschutzgründen nicht. Der Datenschutz gilt natürlich insbesondere im Standesamt, wo die persönlichen Daten aller Esloher zusammenlaufen. Ein bisschen aufgeregt ist sie vor ihrer eigenen Premiere schon.

„Ganz klar, Eheschließungen haben für uns Standesbeamte die größte Außenwirkung“, sagt Manfred Feldmann. Seit 25 Jahren traut er die Esloher. Der 54-Jährige merkt den demografischen Wandel: Auf durchschnittlich 75 Hochzeiten im Jahr kam er anfangs. Inzwischen sind es nur noch 45 bis 50. Seine Erfahrung: „Immer weniger heiraten. Aber die heiraten inzwischen auch durchaus mehrmals in ihrem Leben.“

Die standesamtliche Trauung ist eigentlich nur ein bürokratischer Akt. Formal gilt es, unter Mitwirkung des Standesbeamten das Eheversprechen abzulegen. Bei der Gestaltung sind Manfred Feldmann und Birgit Siewers völlig frei. Jeder bemüht sich, der Hochzeit einen würdigen Rahmen zu geben, persönliche Worte zu finden. Der Datenschutz macht es ihnen dabei nicht leichter: Früher war zum Beispiel die Angabe des Berufes noch Pflicht, seit dem „Personenstandsgesetz“ von 2009 aber müssen gerade noch der Name, der Geburtsort und das Geburtsdatum angegeben werden. Das macht es nicht einfacher, eine Traurede auszugestalten. Da hilft es, wenn man sich in einer kleinen Gemeinde kennt...

In Erinnerung geblieben ist Feldmann zum Beispiel die farbenprächtige Trauung eines festlich gekleideten tamilischen Paares („das war schön anzusehen“). Dann waren da Motorradfahrer, die kamen auch zur Trauung in ihrer Lederkluft. Trauen lassen können sich Paare an jedem Wochentag während der Dienstzeiten, dazu einmal im Monat auch am Freitagnachmittag und am Samstagmorgen. Für den festlichen Rahmen hat die Gemeinde dient im Rathaus das Papezimmer, außerdem ein Raum im Stertschultenhof in Cobbenrode. Ein Freund von exotischen Orten, an denen man sich trauen lassen kann, ist Manfred Feldmann nicht. Er muss praktisch denken. Schließlich kommt es am Ende eben doch auf diese winzige, aber wichtige Formalität an: „Unter Wasser heiraten? Wie wollen Sie da denn das Jawort hören?“

Von Jürgen Kortmann

Kommentare
29.08.2012
16:51
Am Ende kommt es nur aufs „Ja“ an
von Jenswi | #1

in erster Linie aber kommt es aufs Geld an.

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