Alles über Diabetes

Meschede..  Die so genannten „Volkskrankheiten“: Sie zählen in diesem Jahr zum Themenkatalog der vom St.-Walburga-Krankenhaus ausgerichteten Patientenforen. Vor Jahren bewusst initiiert, will die Vortragsreihe einerseits zielgerichtet informieren, andererseits Besuchern Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Referenten bieten. „Zuckerkrank? Warum mit Diabetes nicht zu spaßen ist!“ lautet am Mittwoch, 22. April, die Überschrift. Beginn ist um 19 Uhr.

Es ist ein Abend für alle, die zu der Problematik gern Näheres erfahren möchten. Im großen Konferenzsaal der Klinik stehen dann den Gästen Dr. Friedhelm Schmitten, Facharzt für Innere Medizin, sowie die Diätassistentinnen Marieke Pape und Sonja Richter als Gesprächspartner zur Verfügung.

Aktuelle Therapieansätze

Diabetes mellitus („honigsüßer Durchfluss“): Zurückzuführen ist die Erkrankung auf erhöhte Blutzuckerwerte. Dabei werden, abgesehen vom Schwangerschaftsdiabetes oder weiteren, selteneren Ausprägungen, vor allem zwei Arten voneinander abgegrenzt. Bei Typ 1 – den weisen zumeist Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene auf – sind die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse durch verschiedene Ursachen (beispielsweise Entzündungen) vollständig zerstört. Personen mit dieser Symptomatik können Insulin, das blutzuckersenkende Stoffwechsel-Hormon, nicht mehr bilden. Konsequenz: die lebenslange Zufuhr von außen. Bei der Typ-2-Einstufung ist zwar zu Beginn ausreichend Insulin vorhanden, doch die Reaktion des Körpers darauf nimmt stetig ab. Was einst noch als Alterserscheinung galt, tritt inzwischen immer früher auf. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, um zu helfen. Angefangen bei medikamentösen Maßnahmen über Insulingaben bis hin zu Ernährungsfragen.

Schmitten, ein erfahrener, anerkannter Diabetologe, wird in seinem Redebeitrag die Unterschiede zwischen beiden Gruppierungen erläutern, zudem jeweils aktuelle Diagnose- und Therapieansätze vorstellen. Welche Folgeerkrankungen aus einer nicht behandelten Diabetes resultieren, dazu erhalten die Zuhörer von ihm ebenfalls detaillierte Auskünfte.

Als Risikofaktoren keineswegs zu unterschätzen: Übergewicht und Bewegungsarmut – zugleich jene Stichworte, die zu Marieke Pape überleiten, was für das „Essen und Trinken bei Diabetes Typ 2“ zu beachten ist.

Die praktischen Anregungen bekommen Interessierte von Papes Kollegin Sonja Richter bereits ab 18.30 Uhr am Aktionsstand in der Eingangshalle serviert. Dort gibt’s zur Einstimmung kleine, gesunde Snacks als Probierhäppchen.

Der Eintritt ist frei, Anmeldungen sind nicht erforderlich.